Solarpreis 2024

Einfach Holzhäuser mit Solartechnik bauen

Für die Anwendung von Fassaden-Solarflachziegeln und PV-Dachmodulen an zwei Holzhäusern des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes erhielten die Beteiligten von der Fakultät für Architektur der TH Köln den Deutschen Solarpreis 2024.

(v.l.n.r.): Christian Mildenberger, Geschäftsführer der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climat, NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Bachelorstudent Jan Jurek Waters, Prof. Marco Hemmerling, Max Salzberger und Stephan Grüger, Präsident Eurosolar e.V. Bild: Eurosolar e.V.
(v.l.n.r.): Christian Mildenberger, Geschäftsführer der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climat, NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Bachelorstudent Jan Jurek Waters, Prof. Marco Hemmerling, Max Salzberger und Stephan Grüger, Präsident Eurosolar e.V. Bild: Eurosolar e.V.

Mit zwei Holzhäusern am Standort :metabolon des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes zeigt die Fakultät für Architektur der TH Köln, wie individuelle Arbeits- und Wohnräume mit minimalem Platzbedarf und effizienter Raumnutzung aussehen können. Zudem implementierte sie Technologien wie Fassaden-Solarflachziegel und PV-Dachmodule.

Die beiden ausgezeichneten Holzhäuser stehen für zwei unterschiedliche Ansätze des flächensparenden und ressourcenschonenden Bauens. Bild: Felix Beuter
Die beiden ausgezeichneten Holzhäuser stehen für zwei unterschiedliche Ansätze des flächensparenden und ressourcenschonenden Bauens. Bild: Felix Beuter

Die prototypischen Gebäude demonstrieren ein Verfahren, mit dem auch Privatpersonen mit standardisierten Bau- und Verbindungselementen bis zu zweigeschossige Holzhäuser planen können. Die benötigten Elemente werden in einer Schreinerei per CNC-Fräse gefertigt. Für die Montage auf der Baustelle sind nur wenige Personen nötig. Dieses Konzept überzeugte die Jury des Solarpreises, die in ihrer Begründung schreibt: „Beide Modellhäuser stehen als Zukunftsmodelle für dynamisches Forschen, Arbeiten und Wohnen unter Einbeziehung einer nachhaltigen, zirkulären Wertschöpfung.“

Prof. Marco Hemmerling von der Fakultät für Architektur der TH Köln, der das Projekt gemeinsam mit Doktorand Max Salzberger geleitet hat, erläutert: „Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung für unser Projekt, mit dem wir vor allem zeigen möchten, wie innovative und nachhaltige Architekturkonzepte im Kontext von Lehre und Forschung gemeinsam mit Studierenden und Auszubildenden entwickelt werden können. Es ist uns gelungen, vielfältige Nutzungen mit einer flächensparenden und ressourcenschonenden Bauweise zu kombinieren und zudem gleich zwei verschiedene Experimentalbauten zu realisieren. Zudem lassen sich beide Häuser rückstandsfrei demontieren und Bauteile wiederverwenden.“

Zwei Häuser mit unterschiedlicher Vorgehensweise

Das erste Haus mit einem diagonalen Schrägdach steht für einen ökologischen Ansatz und setzt auf 30 Quadratmetern Grundfläche auf natürliche Materialien wie Holz und Lehm sowie ein Gründach und einen minimalen Einsatz von Haustechnik. Das zweite Haus, das mittels zwei ineinander verschränkter Kuben mit Flachdach konstruiert wurde, präsentiert auf der gleichen Fläche ein technologiebasiertes Konzept mit innovativen Bauteilen. Dazu gehören Smart Home-Installationen und eine Heizungskombination aus neuartigen Fassaden-Solarflachziegeln, PV-Dachmodulen, Kühl- und Heizdeckensegeln sowie einer Wärmepumpe.

Über den Deutschen Solarpreis

Der Deutsche Solarpreis ehrt seit 1994 Menschen und Institutionen, die mit ihren Projekten und Initiativen die Energiewende unterstützen. Ausrichter sind in diesem Jahr EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. und die Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz, NRW.Energy4Climate. Die Verleihung fand am 29. November 2024 in Gelsenkirchen statt.

Die TH Köln zählt zu den innovativsten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Sie bietet Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland ein inspirierendes Lern-, Arbeits- und Forschungsumfeld in den Sozial-, Kultur-, Gesellschafts-, Ingenieur- und Naturwissenschaften. Zurzeit sind rund 21.500 Studierende in etwa 100 Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben. Die TH Köln gestaltet Soziale Innovation – mit diesem Anspruch begegnen wir den Herausforderungen der Gesellschaft. Unser interdisziplinäres Denken und Handeln, unsere regionalen, nationalen und internationalen Aktivitäten machen uns in vielen Bereichen zur geschätzten Kooperationspartnerin und Wegbereiterin.

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