Messe für Zukunftstechnologien
Auf der diesjährigen SHK+E können Fachhandwerk, Industrie, Planende und Nachwuchs neben Zukunftsthemen wie Energiewende, Gebäudemodernisierung, Digitalisierung und Fachkräftesicherung auch umfangreiche Debatten zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz erwarten.
Fachforen für Handwerk und Planung
Ein Herzstück des Rahmenprogramms ist das Forum Zukunft Gebäudetechnik in Halle 2, das während der gesamten Messe aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Heizungsbranche beleuchtet. Inhaltlich verantwortlich sind der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und der Fachverband SHK NRW, der gleichzeitig ideeller Träger der SHK+E Essen ist.
Die Themen:
- die Marktentwicklung und die neuen politischen Rahmenbedingungen im Heizungsmarkt
- Wärmepumpen und hybride Heizsysteme als eine Schlüsseltechnologie für nachhaltige Wärmeversorgung
- erneuerbare Energien wie Biomasse
- digitale Planungs- und Bauprozesse, etwa durch BIM
- die Rolle der Kraft-Wärme-Kopplung als Baustein für ein stabiles und resilientes Energiesystem.
Das Forum bietet kompakte Impulse und Diskussionen für Fachleute aus Handwerk, Planung und Industrie. Ein aktueller Überblick über alle Programmpunkte ist unter www.shke-essen.de verfügbar.

Erfolgsgeschichten von „Frauen im Handwerk“
Ein Highlight setzt die Messe am 19. März mit dem neuen Fokustag „Frauen im Handwerk“ in der AZUBI-Lounge in Halle 2. Im Mittelpunkt stehen weibliche Erfolgsgeschichten aus der SHK-Praxis.
Mehrmals täglich zwischen 09:30 und 14:00 Uhr findet auf der Bühne u. a. die interaktive „SHK-Fragendusche“ statt. Dabei beantworten mehrere SHK Anlagenmechanikerinnen unterschiedlicher Karrierestufen kurze und humorvolle Fragen der anwesenden Schulklassen zu Werdegang und Berufsalltag. Der Fachverband SHK NRW möchte damit ein deutliches Zeichen setzen: Klischees wie „Was willst du denn als Frau auf der Baustelle?“ sind längst überholt. Frauen haben hervorragende Perspektiven in technischen Handwerksberufen – etwa als Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Monteurtag am 18. März: Wissenskiste für Praktiker
Mit dem Monteurtag – Wissenskiste für Praktiker bietet der Fachverband SHK NRW am 18. März ab 10:00 Uhr eine kompakte, kostenlose Kurzschulung für Monteure. Innerhalb von zwei Stunden erhalten Teilnehmende praxisnahe Updates zu:
- Wärmepumpentechnik
- Trinkwasserinstallation
- Gas- und Abwassersystemen
- cleveren Helfern für den Arbeitsalltag.
Ergänzend sind geführte Messerundgängezu Neuerungen im Bereich Heizungs- und Sanitärtechnik, KI und Montageoptimierung geplant.
Start-up-Area und Expert-Stage
Im Start-up Bereich in Halle 1 zeigen junge Unternehmen ihre Produkte, Services und Geschäftsideen für die Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Elektrobranche. Partner ist die VdZ – Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie, die mit ihrer Expertise insbesondere bei Zukunftsthemen rund um Energieeffizienz und Gebäudetechnik Akzente setzt. Zentrales Thema ist in diesem Jahr Künstliche Intelligenz. Vorgestellt werden zudem Ansätze für die Haus- und Gebäudetechnik, KI-Integration in bestehende Systeme sowie smarte Energiemanagement-Tools.

Thematische Schwerpunkte auf der benachbarten SHK+E Expert Stage sind beispielsweise:
- Entlastung des Handwerks durch KI und Digitalisierung
- Wärmepumpen- und PVT-Lösungen
- IT-Sicherheit und digitale Geschäftsmodelle im Handwerk
- Effizienzsteigerung und Zeitmanagement im Heizungsbau
- Verbrauchsoptimierung und intelligente TGA-Konzepte.
Elektro, Wärme und Mobilität
Zu den Bereichen Heizung und Lüftung kommen Klimatechnik sowie regenerative Energiesysteme und Gebäudeleittechnik. Zusätzliche Fläche erhalten elektrische und Biomasse-Heizsysteme, Wärmepumpen und ihre Kombination mit ergänzenden Technologien wie Photovoltaik, Batteriespeichern, Energiemanagement-Systemen und Wallboxen.
Erstmals werden auch sektorübergreifende Lösungen direkt in die Heizungsausstellung in Halle 3 integriert, um Synergien zwischen Strom, Wärme und Mobilität praxisnah zu zeigen. Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) ist mit einem eigenen Stand und Vortragsforum vertreten.
Neuer Sanitär-Hub setzt Impulse
Im neuen Sanitär-Hub können Fachbesucher aus Handwerk, Planung und Energie- sowie Wasserwirtschaft direkt mit Herstellern in den Dialog treten.
Gestaltet vom VDMA Sanitärtechnik und Design präsentiert die Plattform am ersten Messetag unter dem Titel „Messeneuheiten der Markenindustrie“ zentrale Zukunftsthemen aus dem Sanitärbereich.
Wissensvermittlung in kompaktem Format: Das Programm bietet einen konzentrierten Überblick über neue Systeme, Markttrends und normative Entwicklungen. Am Vormittag liegt der Fokus auf intelligenten und anwenderfreundlichen Installationslösungen: smarte Systeme, vereinfachte Montageprozesse und technische Weiterentwicklungen, die Sicherheit, Effizienz und Alltagstauglichkeit miteinander verbinden.
- Bodenebene Duschlösungen (Geberit)
- Werkzeuglose Verbindungstechnik SYRLock (SYR – Hans Sasserath)
- Effiziente Installation mit maximaler Flexibilität (Hansgrohe).
Der Nachmittag rückt das Thema Trinkwasser in den Mittelpunkt – mit Blick auf Qualitätssicherung, nachhaltige Nutzung, aktuelle Normen sowie neueHerausforderungen durch Klimawandel und steigende Anforderungen an Hygiene und Betrieb.
- Zukunft Trinkwasser – Herausforderungen und Lösungen (Grohe)
- Klimawandel als Risikofaktor für die Trinkwasserhygiene (Kemper)
- Trinkwasserhygiene automatisiert sicherstellen (Tece)
- Trinkwasserinstallationen im Gebäude: Normative Neuerungen der europäischen Norm EN 806-2 (Geberit).
Den Mittwochnachmittag gestaltet die figawa mit dem Schwerpunkt „Schwammstädte“. Im Fokus stehen dabei u. a. Dach- und Fassadenbegrünung sowie Konzepte zur Wasserwiederverwendung als Bausteine zukunftsfähiger urbaner Infrastruktur.
Smarte Technik für grüne Dächer
Begrünte Gebäude sind ein Kernbestandteil moderner Schwammstadt-Konzepte. Sie speichern Regenwasser, senken Umgebungstemperaturen und entlasten die Kanalisation. Damit eröffnen sich auch neue Marktchancen für innovative Gebäudetechnik.

Bewässerungs- und Pumpentechnik, Rohrleitungs- und Filterlösungen, Mess- und Regeltechnik oder IoT-basierte Steuerungssysteme machen nachhaltige Stadtstrukturen erst möglich. „Dach- und Fassadenbegrünungen verbinden Umwelt- und Gebäudetechnik auf ideale Weise“, sagt Torben Brinkmann, Projektleiter der SHK+E. „Gerade im Zuge der Klimaanpassung gibt es ein enormes Potenzial und zusätzliche Anwendungsfelder für die Produkte unserer Aussteller. Die Unternehmen bringen dafür bereits ein breites Spektrum praxisbewährter SHK-Lösungen mit – von effizienten Regenwasser- und Grauwassernutzungssystemen über smarte Bewässerungs- und Pumpentechnik bis hin zu klimaaktiven Gebäudekomponenten wie thermischen Speicherlösungen und intelligenten Steuerungen für Wasser- und Energiekreisläufe.“
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Beitrag als PDF herunterladen | 223.23 KB |
· Artikel im Heft ·













