50 Jahre Fachmesse
Die IFH/Intherm blickt auf fünf Jahrzehnte Innovation, Netzwerken und technologische Entwicklung zurück. Gleichzeitig bietet sie der Branche eine Bühne für neue Impulse, Austausch und die Mitgestaltung der Zukunft. Auf der Messe kommen traditionell Fachhandwerk, Industrie und Marktpartner zusammen, um Neuheiten und Praxislösungen anzusehen sowie sich persönlich auszutauschen.
Als 1976 die erste IFH ihre Tore öffnete, war bereits spürbar, dass diese Messe mehr war als eine reine Produktschau. Von Beginn an war es dem Fachverband SHK Bayern als Gründer der Messe wichtig, dass Austausch, Weiterbildung und Praxisnähe das Selbstverständnis prägen – lange bevor Themen wie Digitalisierung, Smart Home oder Energiewende den Branchenalltag bestimmten.
Über die Jahrzehnte hielt die Messe Schritt mit dem Zeitgeist: Bereits in den 1980er-Jahren setzte die IFH mit Sonderschauen zu Ausbildung, Energiesparen, Altbausanierung und Technologietransfer thematische Akzente und griff Entwicklungen auf, die später branchenweit an Bedeutung gewannen.
Heute steht die IFH/Intherm vor neuen, großen Aufgaben. Energiewende, Deckung des Fachkräftebedarfs, Digitalisierung und Nachhaltigkeit prägen die Agenda. Der Kern der Messe ist jedoch geblieben: Orientierung geben, Innovationen verständlich machen, Angebot und Nachfrage im persönlichen Kontakt zusammenführen und das SHK-Handwerk in seiner täglichen Praxis unterstützen. „Seit 50 Jahren ist die IFH/Intherm ein fester Termin im Kalender der SHK-Branche – traditionsreich, aber stets am Puls der Zeit. Auch 2026 bleibt sie der zentrale Treffpunkt, an dem die aktuellen Themen und Innovationen für Handwerker, Fachplaner und die Industrie im Mittelpunkt stehen“, erklärt Oliver Gossmann, Leitung der IFH/Intherm bei der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH.

Fokus: Zukunft der Gebäudetechnik
Die SHK-Branche steht vor großen Herausforderungen – die IFH/Intherm bietet die Gelegenheit, sie gemeinsam anzugehen. Hier haben Aussteller die Möglichkeit, mit Fachbesuchern in den Dialog zu treten, Trends erlebbar zu machen und ihre Produkte sowie Lösungen direkt den Entscheidungsträgern der Branche vorzustellen. Die ausgeprägte Präsenz des SHK-Handwerks und die hohe Besucherqualität ermöglichen wertvolle Gespräche und nachhaltige Geschäftskontakte.
2026 stehen fünf zentrale Themenbereiche im Mittelpunkt, die sich nicht nur bei den Ausstellern, sondern auch in Vorträgen, Talks und Startup Pitches wiederfinden.
- Baddesign und Sanitärtechnik: Trends und Lösungen für modernes, nachhaltiges Baddesign
- Wärme- und Energiesysteme: Effiziente Heiztechnologien, Wärmepumpen und hybride Systeme
- Raumklima- und Lüftungssysteme: Energieeffizienz, Komfort und gesunde Luftqualität
- Haus- und Gebäudetechnik: Vernetzte Systeme und smarte Gebäudesteuerung
- Elektroinstallation, Energietechnik und Smart Home: Digitalisierung und Sektorkopplung.
An allen Messetagen können interessierte Fachbesucher aus einem breiten Vortragsprogramm wählen. Angeboten wird umfangreiches Basis- und Fachwissen zum Beispiel über PVT-Kollektoren, die Auslegung von Wärmepumpensystemen, die Vernetzung der Haustechnik und die Gestaltung des Pflegebades. Präsentationen und Podiumsdiskussionen behandeln Baustandards und Wohnungslüftung, das Building Information Modeling und nicht zuletzt die neuesten Entwicklungen beim Gebäudemodernisierungsgesetz.
Startups und innovative Ideen
Mittlerweile fester Bestandteil der Messe ist die Präsentation von Startups auf einer gesonderten Fläche. Die Startup-Areadirekt neben der Forumsbühne ist ein Treffpunkt für junge Gründer, Fachpublikum und etablierte Marktteilnehmer. Die Nähe zur Bühne schafft direkte Anlässe für Gespräche und Kooperationen. Zahlreiche junge Unternehmen stellen sich mit neuen, vielfältigen Ideen vor und präsentieren eine große thematische Bandbreite von Leckageschutz über Wärmepumpen bis hin zu Software. Thematisch stehen in diesem Jahr vor allem KI-Lösungen im Mittelpunkt: Telefonie und Kundenkommunikation, Angebots- und Auftragsprozesse, Bau- und Projektdokumentation oder auch Assistenzsysteme, IT- und Sicherheitsinfrastruktur. Einige der jungen Unternehmen – darunter autarc, Aqua-Scope oder handwai – waren bereits auf der SHK+E in Essen vor Ort. Ihr Thema: digitale Tools für Gebäudetechnikplanung und Handwerk. Andere kann man nun exklusiv auf der IFH/Intherm erleben. Hier finden sich zum Beispiel:
- elio: solarelektrische Gebäudekonzepte zur Kombination von Photovoltaik, Infrarotheizung und Energiespeichern
- Heatpump23: smarte Etagen-Wärmepumpe zum 1:1-Ersatz von Gasetagenheizungen in Bestandswohnungen
- TGAassist: digitale Lösung zur effizienteren Organisation von Planungs- und Abstimmungsprozessen in der TGA.
Organisiert wird die Startup-Areazum dritten Mal von der VdZ, Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e. V.. Im Jubiläumsjahr der Fachmesse unterstreicht sie damit ihr Engagement für Innovation und Nachwuchsförderung in der Gebäudetechnik.„Die Anforderungen an die Gebäudetechnik verändern sich schneller denn je“, sagt VdZ-Geschäftsführer Jens J. Wischmann. „Gleichzeitig werden die Innovationszyklen immer kürzer. Umso wichtiger ist es, neue Lösungen früh sichtbar zu machen und zügig in die Praxis zu bringen. Deshalb setzen wir auf Startups: Sie ergänzen die Innovationskraft der Branche mit neuen Perspektiven und hoher Umsetzungsgeschwindigkeit. Dass wir zum 50-jährigen Jubiläum der IFH/Intherm die bislang größte Startup-Area der Messe realisieren, unterstreicht diesen Anspruch – und zeigt, wie konsequent sich die IFH/Intherm weiterentwickelt.“
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