Große Erwartungen und die Realität
Liebe Leserinnen und Leser,
nach einem pandemiebedingten Absacken gelang der Fachhochschule Münster mit einem neuen Studienansatz und viel Netzwerkarbeit, die Studierendenzahlen wieder auf ein ansehnliches Niveau zu heben.
Seit Ende 2022 lässt sich dort u. a. der duale Bachelor Gebäudetechnik belegen. Zudem wurde eine Reihe von Professuren im Fachbereich geschaffen, die mit Themen wie Nachhaltigkeit, Energiespeicher, Digitales Planen und BIM in der TGA sowie regenerative Energien und grüner Wasserstoff auf die Herausforderungen des Bausektors im 21. Jahrhundert antwortet.
Das ist gut für die FH Münster, für die kooperierenden Unternehmen, die deutschen TGA-Planungsbüros und auch die Studierenden. Gerade für den Nachwuchs spielen Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei der Berufswahl eine wachsende Rolle.
Nun werden in Lehre und Forschung oft die neuesten Erkenntnisse und fortschrittlichsten Methoden untersucht, vermittelt und angewendet. Viele Absolvent:innen gehen dann mit großen Erwartungen ins Berufsleben, mit inspirierenden Ideen und der Absicht, wenn nicht die Welt, dann aber doch den Gebäude- oder auch den Infrastruktursektor zu revolutionieren. Für manche bedeutet es schnell, dass ihr hehrer Idealismus in der täglichen Realität bürokratischer Abläufe und streitgeladener Auseinandersetzungen auf Baustellen erstickt.
Aber es gibt Hoffnung, dass dies nicht so bleiben muss. Noch ist die Zahl der Vorhaben, die mit partnerschaftlichen Modellen des Projektmanagements durchgeführt werden, überschaubar. Gleichwohl ist erkennbar, dass sie nicht nur mehr Spaß machen und Kosten wie Bauzeit im Rahmen halten, sondern auch bessere Ergebnisse bei der Nachhaltigkeit liefern können. Wie das für einen TGA-Fachplaner aussehen kann, lesen Sie im Top-Thema ab S.14.
Ihre
M.Sc., Dipl.-Ing. (FH) Silke Schilling
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