Disclaimer: Für die Gebäudebeheizung sollten grundsätzlich ein bis zwei Technologien genügen; wir haben es hier rein zu Demonstrationszwecken etwas übertrieben. Bild: MGT Huss-Medien GmbH/erstellt mit KI

Übersichtlich war die SHK+E in Essen dieses Jahr. Einer relativ großen Zahl an Ausstellern im Sektor Heizung standen relativ wenige, wenn auch wichtige bei Bad und Sanitär und eine Lücke bei Klima und Lüftung gegenüber. Ich navigierte also durch die Neuheiten der ersteren – und hoffe bei letzteren auf die nahende IFH/Intherm. Gut zu wissen: Immer mehr Wärmepumpen laufen mit Kältemitteln im Low-GWP-Bereich. Die Jahresarbeitszahlen von Luft/Wasser-Wärmepumpen nähern sich der Fünfermarke, bei Sole/Wasser liegen sie deutlich darüber. Und hat man sich einmal für die Erdwärmevariante entschieden, ist die Investition auch nur beim ersten Mal höher. Der nächste Gerätetausch ist weit günstiger, denn die Peripherie gibt es dann schon. Für diese fernere Zukunft zu kalkulieren, leistet sich aber nicht jede/r.

Die Heizleistungen sind gestiegen, so dass etwa Mehrfamilienhäuser mit kleineren Kaskaden auskommen. Eine Schallgrenze von flüsterleisen 39 dB(A) ist weithin im Gespräch und bei einigen Herstellern auch Standard.

Hybridsysteme bleiben ein Thema. Bei den zunehmend smarten Kombinationen mit der PV-unterstützten Wärmepumpe spielen u.a. Kessel für Pellets und Hackschnitzel oder auch wasserführende Öfen eine Rolle.

Spannend war in diesem Zusammenhang eine Begegnung mit den Vorständen einer hessischen Energiegenossenschaft. Sie sammelten auf der Messe Informationen, weil sie ihre Nahwärmenetze, die sie seit vielen Jahren auf Basis nachwachsender Bioenergie betreiben, in naher Zukunft auf Großwärmepumpen umstellen wollen. Sie sagen, Holz, auch wenn vielleicht derzeit ausreichend vorhanden, stünde schließlich nicht unendlich zur Verfügung.

Daneben haben die Entwickler bei diversen Herstellern an vielen effizienz-, komfort- und sicherheitsverbessernden Stellschrauben im Heiz- oder Kühlkreislauf gedreht und immer mehr Module vereinen Komponenten, die zuvor einzeln an Decke, Wand und Boden geschraubt werden mussten.

Wasser- und stromführende Heizelemente

Das Heizen und Kühlen von Gebäuden mit erneuerbaren Energien ist bei uns ein Dauerthema. Diese Ausgabe legt allerdings einen Fokus auf das wärmeübertragende Element, zum Beispiel die Fensterscheibe (S. 16), die Decke via Wasser (S. 20) oder Strom (S. 23), das Sitzkissen auf dem Kirchenstuhl (S. 26) oder auch die Sockelleiste (S. 30). Machen Sie es sich gemütlich!

DEUTSCHER TGA AWARD 2026

Nur kurz zur Erinnerung: Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis zum 31. Mai!

M.Sc., Dipl.-Ing. (FH) Silke Schilling

Dipl.-Ing. Silke Schilling
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