Auf dem rund 2,5 ha großen Areal Am Mühlenkamp werden 987 thermische Kollektoren installiert. Nach Inbetriebnahme im kommenden Jahr soll die Anlage mit einer Bruttokollektorfläche von 12.956 m² jährlich rund 6 Mio. kWh ökologische Wärme in das Fernwärmenetz Erkrath-Hochdahl einspeisen. Damit können im Sommer bis zu 40% des Wärmebedarfs des gesamten Fernwärmenetzes abgedeckt werden. Auftraggeber und Betreiber sind die Stadtwerke Erkrath.
Die thermische Anlage und Anlagentechnik wurde an die Ritter Solartechnik vergeben, die sich auf Großanlagen spezialisiert. Eingesetzt werden hier CPC-Vakuumröhrenkollektoren XXL 19/131. CPC-Spiegel sorgen dafür, dass 91% der Bruttokollektorfläche als optisch aktive Fläche (Aperturfläche) genutzt werden. Die Kollektoren arbeiten sehr effizient und nutzen für die Wärmeleitung reines Wasser ohne chemischen Frostschutz. Umweltverschmutzungen durch austretende Flüssigkeit bei Leckagen oder Wartungsarbeiten sind somit ausgeschlossen.
Die Kollektoren haben eine Bruttofläche von brutto 13,1 m². Daher werden weniger Einzelmodule benötigt und die Fläche lässt sich effizienter ausstatten.
Das Technikgebäude befindet sich im Bau. Es soll künftig die Schaltzentrale der Anlage bilden. Hier werden mehrere Pumpen, die Steuerung und Regelung und weitere technische Anlagen untergebracht. Außerdem wird auf dem Gelände ein Wärmespeicher mit einer Kapazität von 150 m³ errichtet. Der Speicher dient dem automatisierten Lastenausgleich zwischen Wärmeangebot und -bedarf. Der für Planung und Bauausführung der solarthermischen Anlage verantwortliche Projektingenieur bei Ritter XL Solar, Dipl.-Ing. (FH) Bram Lernout, äußert sich zufrieden mit dem bisherigen Baufortschritt: „Es geht gut voran!“
Die Solarthermieanlage ist Teil des Transformationsplans der Stadtwerke Erkrath. Mit diesem Plan zielen die Stadtwerke nach eigenen Angaben darauf ab, das Fernwärmenetz schrittweise zu dekarbonisieren. „Das Projekt zeigt, wie erneuerbare Energien ganz konkret vor Ort eingesetzt werden können“, berichtet der Versorger. Neben dem energetischen und wirtschaftlichen haben die Stadtwerke auch den ökologischen Nutzen im Blick. Die nur minimal versiegelte Kollektorfläche wird künftig mit regionalen Blühpflanzen gestaltet und leistet so einen Beitrag zur Förderung der Biodiversität.














