Verbundprojekt „GreenSolarModules“

TH Köln entwickelt und analysiert Komponenten

In einem neuen Forschungsprojekt hat die TH Köln gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft daran gearbeitet, Komponenten von Solarmodulen umweltfreundlicher und langlebiger zu gestalten. 

Im Projekt GreenSolarModules hat ein Team der TH Köln verschiedene Komponenten von Solarmodulen – Gläser, Kunststofffolien und Vergussmassen – umweltfreundlicher und langlebiger gestaltet. Bild: Daniel Schäfer/TH Köln
Im Projekt GreenSolarModules hat ein Team der TH Köln verschiedene Komponenten von Solarmodulen – Gläser, Kunststofffolien und Vergussmassen – umweltfreundlicher und langlebiger gestaltet. Bild: Daniel Schäfer/TH Köln

Solarmodule bestehen aus Glas, Kunststofffolien, Solarzellen und Elektronik, die von einem Aluminiumrahmen zusammengehalten werden. Bisher ist es schwierig, diese Komponenten zu trennen, um sie anschließend wiederverwerten oder reparieren zu können. „Um diesen Herausforderungen zu begegnen, haben wir Lösungen für energieeffizientere und umweltfreundlichere Materialien sowie ein neues reparierbares Anschlussdosendesign erarbeitet“, erklärt Prof. Dr. Ulf Blieske vom Cologne Institute for Renewable Energy (CIRE) der TH Köln. Er leitete das Teilprojekt zu nachhaltigem Moduldesign und Reparierbarkeit. Weitere Ziele des Gesamtvorhabens waren ein geringerer Material- und Energieverbrauch bei der Herstellung, die Vermeidung umweltbedenklicher Stoffe sowie die Erhöhung des Energieertrags.

In einem ersten Schritt untersuchte Wissenschaftler*innen der Hochschule aus den Fachbereichen Erneuerbare Energien, Materialwissenschaften und Werkstoffanwendung sowie Lebenszyklusanalyse drei zentrale Komponenten: Solarglas, Kunststofffolien und Vergussmassen zur Isolierung von Bauteilen. Getestet wurd etwa dünneres Glas, Folien aus Naturstoffen wie Holzfasern oder Reisabfällen sowie Vergussmassen, die sich auch wieder entfernen lassen.

Neben den technischen Arbeiten und Analysen untersuchte das Team der TH Köln auch wirtschaftliche Aspekte und den ökologischen Fußabdruck von Solarmodulen. Dazu wurde die Produktion zweier Modultypen in Deutschland und China sowie die Rückgewinnung von Materialien am Nutzungsende verglichen. Ein zentrales Ergebnis war, dass bei einer regionalen Produktion rund ein Viertel weniger Treibhausgasemissionen entstehen.

In einem weiteren Arbeitspaket widmeten sich die Forschenden der Frage, ob nachhaltige Solarmodule eine Chance auf dem Markt haben. Um deren Verbreitung zu erhöhen, müssen neben wirtschaftlichen Strategien auch regulatorische und politische Rahmenbedingungen adressiert werden. In der Praxis haben sich partizipative Workshop-Formate demnach als effektives Instrument bewährt, um den Fokus auf einen Mehrebenenansatz zu lenken.

Das Verbundprojekt „GreenSolarModules“ wurde vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE koordiniert.

Printer Friendly, PDF & Email
24.08.2026
Uni Freiburg/Fraunhofer ISE
Forschende der Uni Freiburg und des Fraunhofer ISE haben organische PV-Module mit einer Transparenz von ca. 43,2 % und einem Wirkungsgrad bis 9,26 % entwickelt.
20.05.2026
ErP: Was sich jetzt für OEMs, Anlagenbauer und Betreiber ändert
Die im Juli 2026 in Kraft tretende ErP-Verordnung (EU) 2024/1834 der Europäischen Union verschärft die Anforderungen an Ventilatoren. ebm-papst informiert über die wichtigsten Änderungen.
07.09.2026
Studie
In einer Pilotstudie zur Lebenszyklusanalyse (LCA) in der seriellen Sanierung vergleicht die dena die Treibhausgasemissionen und die Kohlenstoffspeicherfähigkeit mit denen einer konventionellen...
08.09.2026
Leuchtturmprojekt PV im Denkmalschutz
Die Auferstehungskirche im Münchner Westend setzt ein Zeichen für den Klimaschutz. Seit Ende August 2026 erzeugt eine PV-Anlage auf dem Dach umweltfreundlichen Solarstrom.
13.02.2026
ebm-papst
Auf dem Gipfeltreffen der Weltmarktführer in Schwäbisch-Hall Anfang Februar ging es u.a. um die Stärkung lokaler Wertschöpfungskreisläufe und eine Kreislaufwirtschaft, die Ressourcen schont.
24.02.2026
Vorsorge bei Stromausfall
Notstromlösungen werden in Zeiten hybrider Bedrohungen wichtiger. Balkonkraftwerke und PV-Anlagen auf dem Dach können bei einem Stromausfall die Versorgung für eine gewisse Zeit sichern.