Die Solarenergie wächst weltweit weiter. Nach außergewöhnlichen Wachstumsspitzen in den letzten Jahren wuchs der Markt für die Photovoltaik im vergangenen Jahr um bescheidenere 12 %. Der aktuelle Report prognostiziert für 2026 einen vorübergehenden Rückgang der Installationen, bevor das Wachstum voraussichtlich 2027 wieder anziehen wird.
Der Bericht hebt zudem die zentrale Rolle der Solarenergie bei der Stärkung der Energiesicherheit vor dem Hintergrund erneuter geopolitischer Spannungen und einer zweiten Krise bei fossilen Brennstoffen innerhalb von weniger als vier Jahren hervor. Sie biete eine heimische und erschwingliche Lösung, um die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern und die Volkswirtschaften vor Preisschwankungen zu schützen. Im Jahr 2025 entsprach die durch Solarenergie erzeugte Strommenge fast dem LNG-Durchfluss durch die Straße von Hormus über einen Zeitraum von fünf Jahren.
"Die im Jahr 2025 beobachtete Wachstumsverlangsamung und der für 2026 erwartete Rückgang verdeutlichten eine neue Realität, sagt Walburga Hemetsberger, Geschäftsführerin von SolarPower Europe. "Beim Ausbau der Solarenergie geht es nicht mehr nur darum, mehr Kapazität zu installieren, sondern darum, wie gut sie in das System integriert werden kann.
In immer mehr Märkten werde der Ausbau zunehmend durch Herausforderungen bei der Systemintegration eingeschränkt, die von Netzüberlastung über Einspeisebeschränkungen bis hin zu negativen Preissignalen reichen, so Hemetsberger. Man müsse dringend in Netze, Batteriespeicher und andere nicht-fossile Flexibilitätslösungen investieren, um weiterhin große Mengen an erneuerbaren Energien in die Netze integrieren zu können. Hier sei die Politik gefordert.
China und Indien führend beim Ausbau
Im Jahr 2025 installierte China 382 GW, das sind 57 % der weltweiten Installationen. Indien stieg mit einer installierten Leistung von 45,7 GW (+49 % gegenüber dem Vorjahr) zum zweitgrößten Solarmarkt der Welt auf und überholte damit die Vereinigten Staaten. Als einheitlicher Markt würde die EU-27 mit einer installierten Leistung von 67,2 GW und einem jährlichen Wachstum von 1 % den zweiten Platz einnehmen.














