Kurzgutachten TU Dresden

Neue Heizungspumpen braucht das Land

Bis heute sind alte, ungeregelte Heizungspumpen die vielfach größten Stromfresser in deutschen Haushalten. Ein Gutachten der TU Dresden zeigt den Nutzen des Austauschs gegen Hocheffizienzpumpen.

stock.adobe.com/Dan Race
stock.adobe.com/Dan Race

Das Gebäudeenergiegesetz ist in aller Munde. Ein zentraler Inhalt: Eine Wärmepumpen-Offensive soll helfen, Deutschlands Gebäudesektor zu dekarbonisieren und so die Wärmewende einleiten. Dabei spielen aber auch weit weniger massive Effizienzmaßnahmen eine relevante und nicht mehr zu vernachlässigende Rolle beim Klimaschutz im Gebäudesektor.

So sind etwa bis heute alte, ungeregelte Heizungspumpen die oft größten Stromfresser in deutschen Haushalten. Sie sind den überwiegenden Teil des Jahres im Betrieb, da sie unter Umständen nicht nur zur Raumheizung, sondern auch für die Trinkwassererwärmung oder sonstige Wärmeversorgungsaufgaben eingesetzt werden, heißt es in einem jüngst veröffentlichtes Kurzgutachten der TU Dresden. Laufzeiten der elektrisch angetriebenen Heizungsumwälzpumpen von 5.000 h im Jahr und mehr sind die Regel, vielfach sind Umwälzpumpen sogar ganzjährig sommers wie winters in Betrieb. Dies ist zwar völlig unnötig, wird aber nicht weiter hinterfragt, da die Heizungsanlage ja „gut“ funktioniert.

das Gutachten untersucht, welchen ökologischen und finanziellen Nutzen der Austausch der Altpumpen gegen neue Hocheffizienzpumpen im Kontext der Wärmepumpen-Offensive hat und wie der sogenannte Pumpentausch dabei helfen kann, die Wärmewende zu unterstützen.

„Durch die eingesparte Energie im Pumpentausch können ca. 1,4 Mio. Wärmepumpen betrieben werden. Außerdem werden die Stromnetze entlastet", zieht Prof. Dr. Clemens Felsmann, Inhaber der Professur für Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung an der TU, Bilanz. "Ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung.“

Hocheffizienzpumpen
Berlin hat ehrgeizige Klimaschutzziele. Bis 2050 möchte die Bundeshauptstadt klimaneutral sein. Dies gilt natürlich auch für die landeseigenen...
Kategorie: Sonderpreis der Redaktion Objekttyp: Öffentliche/halböffentliche Gebäude Die Bildhauerwerkstatt Berlin-Wedding ist ein denkmalgeschütztes...

Kurzgutachten der TU Dresden herunterladen:

Printer Friendly, PDF & Email
23.02.2026
Dekarbonisierung
Eine sechsstufige Wärmepumpenkaskade in serieller Vorfertigung als modular aufgebaute Wärmepumpen-Heizzentrale unterstützt die Wärmewende im Mehrfamilienhausbestand.
10.03.2026
Interview
Ein Gespräch mit ISOE-Klimaexperte Immanuel Stieß über die Bedeutung der Wärmewende für Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftliche Resilienz – und die Schlüsselrolle von Kommunen.
27.02.2026
Dekarbonisierung
Die Abendveranstaltung "Zukunft Fernwärme" am 23. Februar 2026 in Berlin widmete sich der Frage, wie Fernwärme für den Gebäudebestand verlässlich, bezahlbar, klimawirksam und umsetzbar werden kann.
20.04.2026
Prognos Kurzstudie
Trotz der höheren Anfangsinvestition kann sich der Einbau einer Erdwärmepumpe im Ein- und Mehrfamilienhaus lohnen. Dies zeigt eine Prognos Kurzstudie.
27.08.2025
Wärmepumpen für Mehrfamilienhäuser
Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) hat über ihre Tochtergesellschaft Medien-Energie-Technik GmbH (MET) einen Rahmenvertrag mit Daikin unterzeichnet.
27.03.2026
Abwärme von Servern nutzen
An der TU Dresden wandeln drei Großwärmepumpen mit einer Gesamtleistung von 3,9 MW die überflüssige Abwärme von Hochleistungsrechnern in Fernwärme um.