GModG

dena analysiert Bedarf und Preisszenarien für Gebäudewärme

Die dena hat zwei Analysen zum Einsatz von "grünen" Gasen und Ölen sowie zur Energiepreisentwicklung im Gebäudesektor vorgelegt. 

Mit dem Ansteigen der Biotreppe aus dem GModG würden auch die Kosten für die Verbraucher signifikant steigen. Grafik: dena
Mit dem Ansteigen der Biotreppe aus dem GModG würden auch die Kosten für die Verbraucher signifikant steigen. Grafik: dena

In einer aktuellen Potenzialanalyse von grünen Gasen und Ölen kommt die dena zu folgendem Schluss: Der im geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) vorgesehene Einsatz von Biomethan und anderen biogenen Brennstoffen erfordert mittelfristig eine deutliche Steigerung des Angebots dieser Energieträger. Wie groß der Bedarf ausfällt und welche Biomasseressourcen erschließbar sind, hängt von vielen Faktoren ab. Die dena vergleicht Potenziale mit einer möglichen Bedarfsentwicklung Demnach wird der Biogasbedarf, der sich aus den Vorgaben des GModG ergibt, die inländischen Potenziale schnell übersteigen und im Jahr 20245 beim Vierfachen der potenziellen Angebotsmenge liegen. Biogenem Heizöl wird keine nennenswerte Rolle zuerkannt, ebenso sieht es mit Wasserstoff aus. Zudem werden diese Energieträger in anderen Sektoren dringender benötigt. Des Weiteren steigen mit dem Ansteigen der Biotreppe auch die Kosten für die Verbraucher signifikant.

Hier hakt auch die dena-Analyse zu den Energiepreisen ein, die zum einen die kurzfristige Marktlage, geprägt durch die geopolitische Eskalation seit März 2026, betrachtet und zum anderen einen Blick auf strukturelle Langfristtrends bis 2045 wirft. Die Ergebnisse:

  • Geopolitische Schocks zeigen durch steigende fossile Energiepreise die Konsequenz einer fossilen Abhängigkeit.
  • Strom wird in den meisten Szenarien im Verhältnis zu fossilen Energieträgern langfristig günstiger.
  • Steigende Netzentgelte wirken strukturell kostentreibend, werden aber bei hinreichend hoher Elektrifizierungsrate durch sinkende Erzeugungskosten und eine breitere Kostenverteilung gedämpft.
  • Preisprognosen für fossile Energieträger (inklusive Beimischung von biogenen Gasen/Ölen) sind systematisch als Untergrenze zu lesen: Die CO2-Bepreisung, die Biotreppe sowie Grüngas- und Grünheizölquoten sind unterschätzte Kostentreiber bei fossilen Neuinstallationen.
  • Eine transparente Energieberatung und die Förderung von dekarbonisierten Heizungen sind Voraussetzung für wirksame Investitionsentscheidungen.
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