Vertragsunterzeichnung für IPA-Projekt

Campusentwicklung der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr startet

Für das umfassende Sanierungs- und Neubauvorhaben der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr wurde mit der Unterzeichnung des Mehrparteienvertrags der erste große Meilenstein erreicht.

Die Vertragspartner im Projekt Campus DOK nach der Unterzeichnung des Mehrparteienvertrags. Bild: Carolin Steffan Schwan Studios
Die Vertragspartner im Projekt Campus DOK nach der Unterzeichnung des Mehrparteienvertrags. Bild: Carolin Steffan Schwan Studios

Eines der größten Bauvorhaben Deutschlands startet in die Planungsphase: die Campusentwicklung der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg.

Am 18. Februar unterzeichneten sämtliche Bau- und Planungspartner sowie die Bundesbauabteilung als Bauherrenvertretung den Mehrparteienvertrag. Dieser bildet die Grundlage einer kollaborativen Zusammenarbeit aller Partner über den gesamten Planungs- und Bauprozess hinweg. Die Unterzeichnung stellt einen wichtigen Meilenstein im Projekt dar: Damit beginnt nach einem europaweiten, umfangreichen Vergabeverfahren nun das Projekt.

Das Bauprojekt der Campusentwicklung auf der Douaumont-Kaserne „Campus DOK“

Für die Campusentwicklung stellt die Bundeswehr Finanzmittel in Höhe von etwa 1 Mrd. Euro zur Verfügung. Damit soll nahezu der gesamte Campus der Douaumont- Kaserne (DOK) in Hamburg-Jenfeld neu entwickelt werden: Auf einem Areal von 205.000 m² werden Neubauten und Bestandssanierungen mit einer Fläche von über 100.000 m², sowie die zugehörige Infrastruktur und Freianlagen realisiert. Das Ziel: ein klimaneutraler, innovativer und moderner Wissenschaftsstandort, der alle derzeit ausgegliederten Fachbereiche der Universität auf dem Campus wieder zusammenführt.

Modell des zukünftigen Campus DOK (c) Carolin Steffan _ Schwan Studios
Modell des zukünftigen Campus DOK. Bild: Carolin Steffan _ Schwan Studios

Eine innovative Methode der Zusammenarbeit

Die Gesamtkomplexität des Bauvorhabens mit großem Bauvolumen, einer geplanten Laufzeit von rund 10 Jahren, den Anforderungen aus dem laufenden Universitätsbetrieb und dem Denkmalschutz erfordert eine andere Herangehensweise an die Projektabwicklung.

Deshalb haben sich der Bauherr Bundeswehr und die Bundesbauabteilung für eine innovative Abwicklungsmethode entschieden: die Integrierte Projektabwicklung (IPA). Alle Bau- und Planungspartner sowie der Auftraggeber bilden dabei von Anfang an eine gleichberechtigte Allianz, die gemeinsam die Verantwortung übernimmt und damit an Chancen und Risiken gleichermaßen beteiligt ist. Diese kollaborative Zusammenarbeit soll einen zügigen und effizienten Planungs- und Bauprozess gewährleisten im Sinne des „Best for Project“.

Bundesweite Bedeutung des Bauvorhabens

Vor dem Hintergrund aktueller Debatten über die Stärkung der Bundeswehr kommt dem Projekt „Campus DOK“ eine wichtige Rolle zu. Die Bundeswehr tätigt mit der Campusentwicklung eine wichtige Investition in die Zukunft der universitären Ausbildung ihres Führungskräftenachwuchses als elementaren Bestandteil der Offizierausbildung. Auch für die Stadt Hamburg ist das Projekt von enormer Bedeutung, da der neue Campus den Forschungs- und Wissenschaftsstandort stärken wird.

Die Bundesbauabteilung als Bauherrenvertreterin hat folgende Bau- und Planungspartner für das Projekt gewinnen können:

Objektplanung Gebäude:

  • Heinlewischer Partnerschaft freier Architekten mbB
  • MO Architekten - Moritz + Krause PartGmbB
  • Wetzel & von Seht - Beratende Ingenieure Partnerschaft mbB

Erweiterte Objektplanung/ Freianlagen Ingenieurbau:

  • WES GmbH LandschaftsArchitektur
  • Glück Landschaftsarchitektur GmbH
  • BPR Dr. Schäpertöns Consult GmbH & Co.KG

Fachplanung Technische Ausrüstung ELT (elektrische Anlagen):

  • RMN Ingenieure GmbH

Fachplanung Technische Ausrüstung HLSM (Heizung, Lüftung, Sanitär & Maschinentechnik):

  • Buro Happold GmbH

Ausführung Abbruch, erweiterter Rohbau und Fassade:

  • HOCHTIEF Infrastructure GmbH Building Hamburg

Ausführung Ausbau und Laborbau:

  • Lindner SE

Ausführung Tiefbau, Abbruch, Außen- und Verkehrsanlagen:

  • WIWA Wilko Wagner GmbH

Ausführung Technische Ausrüstung ELT (elektrische Anlagen):

  • Rud. Otto Meyer Technik GmbH

Ausführung Technische Ausrüstung HLS (Heizung, Lüftung, Sanitär):

  • Engie Deutschland GmbH, NL Hamburg

„Das Projekt ‚Campus DOK‘ ist in vielerlei Hinsicht besonders", sagt Karen Pein, Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. "Zum einen geht der Bau der öffentlichen Hand mit der Integrierten Projektabwicklung (IPA) neue, innovative Wege. Wir sind gespannt auf die wertvollen Erfahrungen, die sich daraus für unsere Stadt ergeben. Zugleich ist die Campusentwicklung von großer Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Hamburg: Auf dem Gelände der Helmut-Schmidt-Universität entsteht ein moderner Campus der Zukunft. Darüber hinaus leistet Hamburg mit diesem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Sicherheit und Verteidigung.“

Ansicht Hauptgebäude_(c) HSU_UniBw H
Ansicht Hauptgebäude. Rendering: HSU_UniBw H

„Mit der Vertragsunterzeichnung starten wir nun in die konkrete Umsetzung der Campusentwicklung der Helmut-Schmidt-Universität. Das ist ein großer Meilenstein für das Projekt ‚Campus DOK‘", sagt Donald Appel, Leiter der Bundesbauabteilung Hamburg. "Mit der innovativen Abwicklungsmethode IPA haben wir deutlich mehr Kontrolle über den Kosten- und Zeitrahmen und arbeiten als gemeinsame Projektgestalter im Sinne ‚Best for Project‘. Wir sind froh, mit unseren neun Allianzpartnern feste Mitstreiter gefunden zu haben, die genauso für das Projekt brennen wie wir.“

Über die Bundesbauabteilung Hamburg

Die Bundesbauabteilung Hamburg, zugehörig zur Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg, übernimmt die Aufgaben des Bundesbaus in der Elbmetropole. Sie nimmt im Wege der Organleihe sämtliche Bauaufgaben des Bundes für die in Hamburg liegenden Bundesliegenschaften als zuständige Bauverwaltung wahr. Insbesondere ist die Bundesbauabteilung zuständig für die Planung und Durchführung von Neu-, Um- und Erweiterungsbauten sowie für die Bauunterhaltung auf militärischen und zivilen Liegenschaften des Bundes.

IPA-Projekt für die Bundeswehr
Häufig laufen die Interessen von Bauherren, Planern und ausführenden Unternehmen in Großbauprojekten auseinander. Wie kann man dem möglichst frühzeitig...
IPA Projekt LIFE Hamburg
Als TGA-Planer kennt man sich mit dreibuchstabigen Abkürzungen, die für Anlagengruppen, Systeme oder Bauteile stehen, ziemlich gut aus. Die Fülle an...
Printer Friendly, PDF & Email
10.06.2025
Nachfolgeregelung
Seit dem 01.10.2024 unterstützt Svea Jobst offiziell die Geschäftsleitung der Atec GmbH & Co. KG. Sie tritt damit in die Fußstapfen ihres Vaters Guido Jobst und wird das Familienunternehmen in die...
06.06.2025
Hitzegefahr in der Stadt senken
Grüne Oasen können Hitze in der Stadt abmildern. Gegen Wasserknappheit bei anhaltender Trockenheit hilft etwa gereinigtes Wasser aus Duschen, Waschbecken und Badewannen, das auch Ressourcen schont...
08.09.2025
Nemetschek
Der Gesetzgeber verspricht mit dem Gebäudetyp E einen Paradigmenwechsel hin zu leistungsorientierter Innovation in der Bauplanung. BIM ermöglicht die Umsetzung.
02.02.2026
Wirtschaft
Am 29. Januar eröffnete die Wolf GmbH an ihrem Stammsitz in Mainburg das neue, moderne Weiterbildungszentrum für die SHK-Branche „Wolf Campus” feierlich.
03.10.2025
Denkmalsanierung
Anfang September wurde die evangelisch-lutherische Kirche St. Gertrud zu Altenwerder nach ihrer Sanierung wiedereröffnet. Sie wird nun klimaneutral beheizt.
27.03.2025
PORR
Bauen mit vorgefertigten Sanitärwänden und Badmodulen verkürzt Bauzeiten und senkt Kosten.