Ist der Netzausbau in Gefahr?

Planung ist bezahlbar, die Umsetzung wird teuer

Kommunale Wärmepläne sind im besten Fall ein datenbasierter Orientierungsrahmen für den Umbau der Wärmeversorgung. Verbindlich sind sie allerdings nur dort, wo Gebiete für eine künftige Fernwärmeversorgung ausgewiesen werden. Doch das ist vielerorts kaum finanzierbar.

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Der Energiepark Dieselstraße ist eines der Herzstücke der Wärmewende in Halle. Bild: Agentur Kappa
Der Energiepark Dieselstraße ist eines der Herzstücke der Wärmewende in Halle. Bild: Agentur Kappa

Relevanz entfalten kommunale Wärmepläne vor allem in praktischen Funktionen. Erstens bündeln sie erstmals systematisch Gebäudedaten, bestehende Netzinfrastrukturen, Potenziale wie Abwärme, Geothermie, Solarthermie sowie langfristige Zielpfade in einem räumlichen Gesamtbild. Sie zeigen damit, wo Wärmenetze voraussichtlich sinnvoll sind – und wo individuelle Lösungen dominieren werden.

Zweitens schaffen sie eine Planungsgrundlage für Netzbetreiber und Stadtwerke, weil Netzausbau, Erzeugungsumstellung und Speicher nicht mehr isoliert, sondern als zusammenhängende Infrastrukturprogramme gedacht werden.

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Dipl.-Journalist Frank Urbansky

Dipl.-Journalist Frank Urbansky

· Artikel im Heft ·

Planung ist bezahlbar, die Umsetzung wird teuer
Seite 18 bis 21
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