Unendliche Geschichte

Probleme mit Senec Speichern reißen nicht ab

Im August reduzierte Stromspeicherunternehmen Senec erneut die Leistung bestimmter PV-Stromspeicher. Inzwischen gibt es einige juristische Erfolge für Verbraucher.

Quelle: stock.adobe.com/peterschreiber.media
Quelle: stock.adobe.com/peterschreiber.media

Eine Information der Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Der Hersteller von Stromspeichern Senec aus Leipzig hat erneut einen Teil seiner Photovoltaik-Heimspeicher in den Konditionierungsbetrieb versetzt. Dies geschah nach zwei neuen Zwischenfällen. Eine Sprecherin des Unternehmens aus Leipzig bestätigte nach Angaben der PV-Magazine vom 14. August 2023, dass dies aufgrund mutmaßlicher technischer Probleme mit einem Speicher in Mittelfranken und einem in Niedersachsen geschehen sein soll. Es soll erneut zwei Brände gegeben haben, einer in einem Wohnhaus und ein weiterer in einer Garage, in der sich der Senec-Speicher befand. Entgegen Spekulationen auf verschiedenen Online-Plattformen seien jedoch bei diesen Vorfällen keine Menschen zu Schaden gekommen. 

Senec steht nach eigenen Angaben im direkten Kontakt sowohl mit den Hausbesitzern als auch mit den örtlichen Fachpartnern. Die Batteriespeicher einer speziellen Modellgeneration wurden in den Konditionierungsbetrieb versetzt und die Kapazität auf bis zu 70 % begrenzt. Trotzdem sei laut Senec der direkte Verbrauch und die Einspeisung von Solarenergie weiterhin uneingeschränkt möglich.

Die Senec-Sprecherin bat die Kunden um Verständnis für diese Maßnahme und betonte, dass das Unternehmen auf jede potenziell sicherheitsrelevante Meldung mit höchstem Fokus auf die Sicherheit der Kunden reagiere. Sie räumte ein, dass die resultierenden Maßnahmen Unannehmlichkeiten für Kunden verursachen könnten. 

Schadensersatzansprüche möglich

2022 musste Senec rund 60.000 Homespeicher-Anlagen zwangsabschalten. Es war zu mehreren Bränden in Häusern gekommen. Es dauerte Monate, bis den Verbrauchern wieder die komplette Kapazität zur Verfügung stand. Senec versucht seitdem, mit einer SmartGuard-Technologie die Probleme in den Griff zu bekommen. Bevor es zu Bränden kommt, soll die Technologie dafür Sorge tragen, dass das Gerät abgeschaltet wird.

Die neuen Probleme stellen in Frage, ob Smart-Guard wirklich funktioniert. Kunden haben diverse rechtliche Möglichkeiten und eventuell auch Schadenersatzansprüche. Oftmals lassen sich auch außergerichtliche Lösungen finden.

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