Seit Tagen muss man auf allen Kanälen diverse Aufschreie, Ermahnungen und Sorgen rund um
die Anpassung der BEG-Förderung von Neubauten ertragen. Die Kritik zur Neuregelung, dass
Fördergelder nur noch unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten zu bekommen
sind, ist ebenso vielfältig wie die Themen des nachhaltigen Bauens. Die Haltung, mit der dies
erfolgt, möchten wir nicht mehr unkommentiert stehen lassen.
Es ist traurig und auch ärgerlich, – und das muss gleich zu Anfang festgehalten werden – wie versucht
wird das längst überfällige Umsteuern unserer Fördersystematik und die inhaltliche Neuausrichtung
hin zu ganzheitlichem Klimaschutz und zukunftssichereren Gebäuden im Keim zu ersticken, ohne eine
Umsetzung überhaupt versucht zu haben. Unfreiwillig sieht man einem eigenartigen Schauspiel des
gegenseitigen Übertrumpfens in Empörung und Warnung zu.
Natürlich war der Prozess nicht ideal. Aber eine „große Transformation“, von der so oft so gerne
gesprochen wird, geht nicht immer reibungslos vonstatten. Auf den Konferenzen wird immer die
Dringlichkeit angemahnt und Disruption gefordert. Jetzt passiert diese im Kleinen und das Entsetzen
ist riesig! Ein Entsetzen von Akteuren und Organisationen, die in den letzten Jahren oft das Thema
Klimaschutz und Nachhaltigkeit aufgesogen und sich in Commitments gesonnt haben. Es stellt sich
die Frage, ob dies alles nur Lippenbekenntnisse waren. Denn jetzt, wenn es ans Handeln geht,
scheint von den Themen nicht viel übrig geblieben zu sein.
Die Klagerufe kommen hauptsächlich aus zwei Richtungen, über die man sich ärgern oder auch nur
erstaunt sein kann ... Das ganze Papier lesen














