Netzwerk gegründet

Europäische Regionen setzen gemeinsames Signal für nachhaltige Holzenergie

Um sich für die nachhaltige Nutzung von Holzenergie einzusetzen, haben mehrere europäische Regionen am 9. September in Brüssel das Wood Energy Region Network (WERN) gegründet.

Von links nach rechts: Björn Klusmann (Moderator), Eric van den Heuvel (Technischer Koordinator IEA Bioenergy), MdEP Alexander Bernhuber (EVP), Marlene Mortler (Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Bioenergie), Andreas Steinegger (Präsident der steirischen Landwirtschaftskammer) - Bild: Gerolf Bücheler
Von links nach rechts: Björn Klusmann (Moderator), Eric van den Heuvel (Technischer Koordinator IEA Bioenergy), MdEP Alexander Bernhuber (EVP), Marlene Mortler (Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Bioenergie), Andreas Steinegger (Präsident der steirischen Landwirtschaftskammer) - Bild: Gerolf Bücheler

Ziel der Initiative ist es, Regionen mit starker Wald-, Holz- und Bioenergiewirtschaft enger zu vernetzen und ihre gemeinsamen Interessen in der europäischen Energie-, Klima- und Wärmepolitik sichtbar zu machen. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Bayern, die Steiermark und Kastilien-La Mancha sowie Kastilien und Léon. 

Der Fachverband Holzenergie (FVH) ist Mitinitiator des Netzwerks. Die Initiative knüpft an den 2024 unterzeichneten „Pakt Holzenergie Bayern“ sowie die daraus entstandene Länderinitiative Holzenergie an und überträgt deren erfolgreichen Ansatz nun auf die europäische Ebene. 

„Mit dem Wood Energy Region Network zeigen europäische Regionen, dass sie zur nachhaltigen Holzenergie stehen. Gerade Regionen mit starken Wäldern und einer aktiven Forst- und Holzwirtschaft wissen um die Bedeutung dieses heimischen Energieträgers für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung“, erklärt Marlene Mortler, Vorstandsvorsitzende des Fachverbands Holzenergie. 
Aus Sicht des FVH kommt die Gründung des Netzwerks zur richtigen Zeit. Die Europäische Kommission bereitet wichtige Entscheidungen für den energie- und klimapolitischen Rahmen nach 2030 vor. Marlene Mortler betonte als Teilnehmerin des Expertenpanels während der Veranstaltung: „Die Energiewende wird nur gelingen, wenn auch die Wärmewende gelingt. Holzenergie leistet hierzu bereits heute einen unverzichtbaren Beitrag und muss deswegen bei den anstehenden europäischen Strategien und Aktionsplänen für den Wärmebereich angemessen berücksichtigt werden.“ 

Der FVH sieht im Wood Energy Region Network einen wichtigen Schritt, um die Perspektiven der Regionen stärker in die europäische Debatte einzubringen. Das Netzwerk soll weiterwachsen und zusätzliche Regionen aus ganz Europa einbinden. 

„Die Gründung des Wood Energy Region Network ist auch ein deutliches Signal der Regionen an die Europäische Kommission. In den vergangenen Jahren wurden die Potenziale nachhaltiger Holzenergie in europäischen Entwürfen und Strategien oft nicht ausreichend berücksichtigt. Dabei zeigen die Regionen vor Ort jeden Tag, welchen Beitrag Holzenergie für Klimaschutz, Wärmewende, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung leistet. Die Europäische Kommission sollte dieses Signal ernst nehmen und die Erfahrungen der Regionen stärker und schneller in ihre künftigen Vorschläge einbeziehen“, so Marlene Mortler abschließend.

Hintergrund 
Das Wood Energy Region Network (WERN) wurde am 9. September 2026 bei einer Veranstaltung in der Vertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union in Brüssel vorgestellt. Das Netzwerk verbindet Regionen mit starkem Bezug zu Wald, Holz und Bioenergie, um gemeinsame Positionen zur Rolle nachhaltiger Holzenergie in der europäischen Energie-, Klima- und Wärmepolitik zu entwickeln und sichtbar zu machen.

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