Baufehler vermeiden

Qualität im High-Tech-Haus

Das Plus-Energie-Haus scheint Antworten auf dringliche ökologische Fragen der Zeit zu geben. Je mehr High-Tech aber in einem Haus steckt, umso wichtiger wird eine baubegleitende Qualitätskontrolle. Darauf weist der Verein zur Qualitätskontrolle am Bau hin.

Die Installation moderner Haustechnik muss von Fachleuten überwacht werden. Quelle: VQC
Die Installation moderner Haustechnik muss von Fachleuten überwacht werden. Quelle: VQC

Mit dem Haus mehr Energie produzieren als selbst benötigt wird, das ist ein Traum, der mittlerweile wahr werden kann: Plus-Energie-Häuser sind aus gutem Grund sehr begehrt. Was bei Neubauten generell längst eine Selbstverständlichkeit ist, ist beim Bau von Plus-Energie-Häusern allerdings umso wichtiger. Wärmedämmung, neue effiziente Heizungsanlagen, Photovoltaikanlagen, intelligente Steuerungs- und Speichertechnik. All das muss im Zusammenspiel reibungslos funktionieren, damit der Traum vom Plus-Energie-Haus nicht schnell zum Albtraum wird. Aus diesem Grund rät der Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V. mit Sitz in Staufenberg/ Niedersachsen dringend zu einer baubegleitenden Kontrolle der Baumaßnahmen, besonders beim Plus-Energie-Haus. Denn gerade bei hocheffizienten Häusern müssen Baumaterialien nahezu fehlerlos verarbeitet werden.

Wieviel modernste Technik in einem Haus auch steckt, werden während des Bauprozesses schwerwiegende Fehler begangen, funktioniert das Haus als gesamtes Konzept nicht
mehr, so der VQC. Von daher gilt für den Verein die Formel: „Je mehr High-Tech in einem Haus verbaut wird, desto geringer die Fehlertoleranz.“ Schwerwiegende Fehler werden laut VQC vor allem in der Verzahnung der einzelnen Gewerke gemacht. Hier schauen die Bausachverständigen des vereins genau hin und sorgen dafür, dass auch kleinste Nachlässigkeiten verhindert beziehungsweise nachgebessert werden. Sie überwachen und kontrollieren die umfangreichen Baumaßnahmen beim Bau von Plus-Energie-Häusern von Beginn an nach der bewährten VQC-Systematik.

„Kleine Fehler, die übrigens besonders bei Plus-Energie-Häuser nachhaltige Konsequenzen im Bereich der Energieeffizienz aber auch für das Wohngefühl haben können. Erste Erfahrungen haben die VQC-Sachverständigen bereits 2015 in der Begleitung eines nahezu autarken Energiespeicherplus-Einfamilienhauses in Nordhessen sammeln können, das in Zusammenarbeit mit dem Hausbau-Unternehmen Dynahaus (Lohfelden), der SMA Solartechnology AG (Niestetal) der TU München und der BMW Group (München) realisiert wurde.

www.vqc.de

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