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Perspektiven des Gebäudesektors in der Corona-Krise

Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen den Gebäudesektor zeitverzögert und könnten den Gebäudebereich stärker belasten, als sich derzeit abzeichnet. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle dena MARKTMONITOR zu den Perspektiven des Gebäudesektors.

dena MARKTMONITOR Gebäudesektor. Cover: dena
dena MARKTMONITOR Gebäudesektor. Cover: dena

Der dena  Zustandsbericht „Perspektiven des Gebäudesektors in der Corona-Krise“ gibt einen differenzierten Einblick in die Branchen im Kontext der Corona-Krise und zeigt Lösungsoptionen, die im Gebäudesektor auch mittel-und langfristig für Konjunkturbelebung, Klimaschutz und Kontinuität sorgen können.

Die Zahl der Neuaufträge ist seit Wochen stark rückläufig, was in wenigen Monaten spürbar sein wird. Die Branchen setzen deshalb auch auf eine Belebung der Nachfrage durch das Klimaschutzprogramm 2030 und das Konjunkturpaket. Für Energie und Klimaschutz stehen mit dem Klimaschutzprogramm gut 50 Mrd., aus dem Konjunkturprogramm etwa 40 Mrd. Euro zur Verfügung. Die Politik hat damit Maßnahmen im Umfang von fast 100 Mrd. Euro auf den Weg gebracht, die auch im Gebäudebereich Wirkung entfalten können. Insgesamt kommt es nun darauf an, den Bausektor in den kommenden Monaten zu stabilisieren und gleichzeitig die richtigen Impulse für mittelfristig wirkende Klimaschutz- und Konjunkturmaßnahmen zu setzen.

Die Branche beschäftigt insgesamt 4,2 Mio. Mitarbeiter und setzte im vergangenen Jahr ein Bauvolumen von rund 430 Mrd. um, teilt die dena mit. Der Sektor ist aus klimapolitischer Sicht relevant, da die Emissionen im Gebäudebereich bis 2030 von heute rund 120 Mio. t auf 70 Mio. t sinken müssen.Durch die Corona-Pandemie werde deutlich, in welchen Bereichen längerfristige Transformationsansätze notwendig sind und wie Wirtschaftswachstum und Klimaschutz gleichermaßen gestärkt werden können. Digitale Antrags- und Genehmigungsprozesse gehören ebenso dazu wie Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramme, um den seit Jahren bestehenden Fachkräftemangel aufzulösen.

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