GeoTHERM 2026

Die internationale Fachmesse mit Kongress startet am 26. Februar

Die Weltleitmesse rund um die Geothermie präsentiert erneut ein hochkarätiges Kongressprogramm mit internationalen Referierenden.

Die Weltleitmesse GeoTHERM präsentiert Schlüsseltechnologien für die Wärmewende. Bild: Messe Offenburg
Die Weltleitmesse GeoTHERM präsentiert Schlüsseltechnologien für die Wärmewende. Bild: Messe Offenburg

Die GeoTHERM, die weltweit größte Fachmesse mit Kongress rund um Geothermie, öffnet am 26. und 27. Februar 2026 wieder ihre Tore auf dem Messegelände in Offenburg. Die Veranstaltung bringt internationale Fachleute, Unternehmen sowie Entscheidungsträger aus der oberflächennahen und tiefen Geothermie zusammen und bietet eine einmalige Plattform für Austausch, Wissenstransfer und Innovation.

Bild: Messe Offenburg
Die internationale Fachmesse wird von einem zweitägigen wissenschaftlichen Kongressprogramm begleitet. Bild: Messe Offenburg

Messe mit wissenschaftlichem Fachkongress

Neben Ausstellern aus dem In- und Ausland steht besonders das zweitägige wissenschaftliche Kongressprogramm im Fokus:

Der erste Kongresstag setzt Schwerpunkte, unter anderem auf geothermale Kraftwerkskonzepte sowie auf zukünftige Möglichkeiten der Energiespeicherung.

So präsentiert etwa Dr. Thomas Kölbel (EnBW Energie Baden-Württemberg AG) die Entwicklung der Geothermieanlage Bruchsal, die sowohl Strom als auch Wärme erzeugt. Aktuell wird untersucht, ob das Produktportfolio am Standort durch Lithiumgewinnung aus heißem Tiefenwasser ergänzt werden kann. Parallel wird derzeit der thermische Ausbau der Geothermieanlage in Bruchsal durch die Verdoppelung der Förderleistung umgesetzt.

Prof. Dr. Ingrid Stober (Universität Freiburg) beleuchtet die Rolle geothermischer Speicher als zentrale Bausteine eines künftigen nachhaltigen Energiesystems. Im Fokus stehen zwei Speicherformen: Erdsondenspeicher (BTES) und Aquiferspeicher (ATES). Ergänzend diskutiert Stober regionale Praxisbeispiele sowie Ergebnisse numerischer Modellierungen, die Einblicke in Leistungsfähigkeit und Einsatzmöglichkeiten beider Speichertypen geben.

Am zweiten Kongresstag stehen unter anderem Effizienzsteigerung und innovative Messverfahren im Mittelpunkt.

Sean Hinke (Halliburton) zeigt unter anderem verschiedene Bohrlochtypen auf, die in geschlossenen geothermischen Kreisläufen zum Einsatz kommen, und bietet einen Überblick über die aktuelle Technologielandschaft der magnetischen Entfernungsmessung. Er zeigt auf, welche Mess- und Ortungstechnologien für geschlossene Systeme besonders geeignet sind, und beschreibt typische Herausforderungen bei Planung und Umsetzung entsprechender Projekte.

Lars Staudacher (ZAE Bayern) betont die zunehmende Bedeutung der oberflächennahen Geothermie für die zukünftige Wärmeversorgung. Neben klassischen Erdwärmesonden rücken neue Wärmequellentypen wie Grabenkollektoren und Erdwärmekörbe in den Fokus, die Vorteile hinsichtlich Genehmigungsaufwand und Investitionskosten bieten. Ziel ist es, die ökonomischen Vorteile neuartiger Systeme gegenüber klassischen Sonden voll auszuschöpfen und ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft zu sichern.

Alle Vorträge werden erstmals vor Ort simultan via App in drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Französisch) übersetzt. Diese kann via QR-Code auf Android- und iOS-Telefonen installiert werden. Wahlweise werden Untertitel angezeigt oder man kann eine Sprachversion wählen. Für das bestmögliche Hörerlebnis sollten eigene Kopfhörer mitgebracht werden.

Das vollständige Konferenzprogramm ist auf der Website der GeoTHERM abrufbar: www.geotherm-offenburg.de/kongressprogramm

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