Klimaschutzpreis für sektorenkoppenden Stahlspeicher
Der Stahlspeicher nimmt regionale Erzeugungsspitzen aus Wind- und Sonnenenergie aus dem Blockheizkraftwerk im Quartier netzdienlich auf und stellt diese erneuerbare Energie später bedarfsgerecht als Wärme und Strom bereit. Zudem kann überschüssig erzeugter Strom aus Wind- und Sonnenenergie aus dem Berliner Umland gewonnen und als Wärme an die Mieter abgegeben werden.
Der Stahlspeicher wurde 2019 als Pilotprojekt in Zusammenarbeit von Gewobag, Vattenfall Energy Solutions und dem Energiespeicher-Start-up Lumenion in einer Gewobag-Siedlung aus den 70er Jahren mit 1.680 Wohnungen in Berlin-Tegel realisiert. Die Gewobag stellt damit die zukünftige Quartiersversorgung in der modernisierten Wohnalage Bottroper Weg sicher und trägt zur Regulierung von Ressourcen und Betriebskosten von Bestandsgebäuden im urbanen Raum bei. Zudem wird den MieterInnen ein klimaneutraleres Wohnen ermöglicht.
Der Stahlspeicher hat eine Kapazität von 2.400 kWh. Damit könnte er ein Wohnhaus des Quartiers ein Jahr lang mit Wärme aus erneuerbaren Energien versorgen, heißt es im Gewobag-Video zum Projekt. Dies könne zu einer CO2-Einsparung von 29 t führen.
Die Jury unter Vorsitz des Staatssekretärs für Umwelt, Verkehr und Klima, Stefan Tidow, war vor allem vom hohen Innovationsgrad der Energie-Effizienzmaßnahme überzeugt. Die durch den Stahlspeicher geschaffene „Power-to-heat-to-Power-Lösung“ zeige nicht nur die Bandbreite zukunftsweisender Speicherlösungen. Sie nutze auch die erneuerbaren Ressourcen aus Brandenburg optimal.
Der BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen lobt anlässlich der BBU-Tage seit 20 Jahren jährlich einen Wettbewerb unter seinen Mitgliedsunternehmen aus. Für die BBU-ZukunftsAwards 2020 rief der Verband unter dem Motto „Erfolgsfaktor Innovation im Einsatz für den Klimaschutz“ zur Einreichung von Best-Practice-Projekten aus den Bereichen Energie und Klimaschutz auf, die einen Beitrag zur Energieeffienz in der Wohnungswirtschaft leisten. In den beiden Kategorien „Genossenschaften“ und Gesellschaften“ wurden insgesamt sieben Preise sowie eine besondere Anerkennung vergeben.
Die Gewobag gehört mit rund 70.000 Wohnungen und mehr als 120.000 MieterInnen zu den größten Immobilienunternehmen der Hauptstadt und bundesweit.














