Sauerstoffkorrosion

Schäden durch diffusionsoffene Anschlussschläuche vermeiden – Teil 2

In geschlossenen Wasserkreisläufen zum Heizen und Kühlen ist die Sauerstofffreiheit des Umlaufwassers ein entscheidender Faktor zur Vermeidung von Korrosion. Den chemisch-physikalischen Eigenschaften der verwendeten Bauteile, insbesondere von Kunststoffen, kommt hier eine entscheidende Bedeutung zu. Im ersten Teil (Ausgabe 3/2025) wurden grundlegende Zusammenhänge und dafür relevante Normen beschrieben. Teil 2 beschreibt die Untersuchung eines Stahlflexschlauches mit einem Silikon-Inliner.

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1 - Ergebnisse von Laboruntersuchungen an Panzerschläuchen mit EPDM-Inlinern unter Berücksichtigung einer Sauerstoffpartialdruckdifferenz von 0,212 bar Bild: Yves Wild
1 - Ergebnisse von Laboruntersuchungen an Panzerschläuchen mit EPDM-Inlinern unter Berücksichtigung einer Sauerstoffpartialdruckdifferenz von 0,212 bar Bild: Yves Wild

Gemessene Sauerstoffpermeationsrate durch Panzerschläuche

Stahlflexschläuche mit einem Kunststoffkern werden häufig in der Trinkwasserinstallation sowie in Heiz- und Kühlsystemen verwendet. Während es in der Trinkwasserinstallation unerheblich ist, ob diese Schläuche sauerstoffdiffusionsoffen sind, dürfen in geschlossenen Wasserkreisläufen ausschließlich sauerstoffdiffusionsdichte Schläuche verwendet werden.

Der hier untersuchte Schlauch mit einem Silikoninliner ist äußerst durchlässig für Sauerstoff und hat bei seiner Verwendung in einem Heizsystem hohe Schäden infolge Korrosion verursacht.

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Dr.-Ing. Yves Wild

Dr.-Ing. Yves Wild

Dr.-Ing. Mani Zargari

Dr.-Ing. Mani Zargari

· Artikel im Heft ·

Schäden durch diffusionsoffene Anschlussschläuche vermeiden – Teil 2
Seite 46 bis 48
23.04.2025
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