Anlagenwasseraufbereitung im World Conference Center Bonn
Das heutige World Conference Center Bonn ist ein Bauwerk mit bewegter Geschichte. 1988 wurde der so genannte „Behnisch-Bau“ nach dem Entwurf des gleichnamigen Architekten begonnen und im Herbst 1992 fertiggestellt – allerdings war in der Zwischenzeit bereits die Entscheidung für den Umzug von Regierung und Parlament nach Berlin getroffen worden. Aus diesem Grund wurden das ehemalige Gebäude, das Wasserwerk und das Pumpenhaus zu einem Kongresszentrum umfunktioniert. Nach dessen Erweiterung 2007 hat es auch seinen neuen Namen bekommen und wurde als „World Conference Center Bonn“ (kurz: WCCB) im Juni 2015 feierlich eröffnet. Heute ist das WCCB ein zentraler Ort für internationale Konferenzen, Tagungen und hochkarätige Events und bietet in mehreren Sälen unterschiedlichster Größenordnung Platz für bis zu 7.000 Personen. Die Heizungsanlage wird über Fernwärme und eine Wärmepumpe gespeist und verfügt über eine Heizleistung von 2.000 kW. Darüber hinaus gibt es auch einen Kühlkreislauf. Damit die Heiz- und Kühlkreisläufe dauerhaft auf reibungslosen und energieeffizienten Betrieb eingestellt sind, galt es, eine optimale Anlagenwasserqualität sicherzustellen.

Sicherung der Anlagenwasserqualität
Wie die Anlagenwasserqualität in Heiz- und Kühlkreisläufen beschaffen sein sollte, ist in den VDI-Richtlinien 2035 und 6044 genauer dokumentiert. Insbesondere die Parameter elektrische Leitfähigkeit, pH-Wert, Gesamthärte und Sauerstoffgehalt müssen dabei in den Fokus genommen werden. Eine Wasserprobe zeigte in beiden Kreisläufen eine elektrische Leitfähigkeit von 233 µS/cm, einen pH-Wert von 9,1 sowie bei einer Vorortmessung einen Sauerstoffgehalt von 2,5 mg/l, was nach den Vorgaben der VDI-Richtline eine Sauerstoffzehrmaßnahme im Anlagenwasser erforderlich machte.
In partnerschaftlicher Zusammenarbeit
Mit dieser Aufgabe wurde der SHK-Betrieb Josef Küpper Söhne GmbH aus Bonn/Rhein-Sieg betraut und er holte sich dafür die Expertise von perma-trade Wassertechnik ins Boot. Das Leonberger Unternehmen hat das von der VDI-Richtlinie 2035 empfohlene Teilstromverfahren mit permaLine in eine einfache und praktikable Lösung umgesetzt, die in einer mobilen und fest installierten Ausführung zur Verfügung steht und das Anlagenwasser im laufenden Betrieb sicher aufbereitet. Dabei können mit einem System alle wesentlichen Schadensverursacher in Heizsystemen – Salze, Säuren und Sauerstoff – unschädlich gemacht werden. Besonders punkten konnte perma-trade nicht nur durch diese innovative und praktische Allround-Lösung zur Anlagenwasseraufbereitung, sondern auch mit der Rundum-Betreuung durch perma-trade Gebietsleiter Michael Schmitz, der sich persönlich um die Inbetriebnahme kümmerte und während des gesamten Projektes für Fragen, Wasserproben und sonstigen technischen Support stets direkt vor Ort zur Stelle war.
Entsalzung und Sauerstoffzehrung im laufenden Betrieb
Um die Anlagenwasserqualität im WCCB aufzubereiten, wurde zunächst im April 2024 im Heizkreislauf und anschließend im Februar 2025 auch im Kühlkreislauf jeweils ein permaLine integral Gerät fest installiert. Der besondere Vorteil des permaLine Verfahrens liegt darin, dass es mit unterschiedlichen Anwendungen kombiniert werden kann. Um die Anlagen im WCCB von Anfang an umfassend vor Sauerstoffkorrosion zu schützen, wurde hier über permaLine integral neben der Basisanwendung permasoft zur Entsalzung auch gleich eine Sauerstoffzehrung mit eingebunden. Zur Aufbereitung der zweimal 50 m³ Anlagenwasservolumen im Heiz- und Kühlkreislauf kamen insgesamt 51 permasoft Anwendungen zur Entsalzung und 16 OxRed Einheiten zur Sauerstoffzehrung zum Einsatz.

Die abschließende Wasserprobe zeigte im Heizkreislauf eine deutlich gesenkte elektrische Leitfähigkeit von 56 µS/cm, einen pH-Wert von 8,7, eine Gesamtwasserhärte von 0,2° dH sowie einen Sauerstoffgehalt von nurmehr 0,03 mg/L. Im Kühlkreislauf lagen die elektrische Leitfähigkeit bei der finalen Wasserprobe bei 44 µS/cm, der pH-Wert bei 8,8, die Gesamtwasserhärte bei 0,2° dH und der Sauerstoffgehalt bei 0,07 mg/l.

Dauerhaft auf sicheren Anlagenbetrieb eingestellt
Um die Anlagenwasserqualität im WCCB konstant auf diesem VDI-konformen Niveau halten zu können, übernimmt permaLine integral künftig auch gleich die Aufgabe des Kontrolleurs vor Ort. Dazu überprüfen die beiden Geräte im Kühl- und Heizkreislauf in regelmäßigen Intervallen die elektrische Leitfähigkeit des Anlagenwassers und schalten im Bedarfsfall automatisch die Entsalzung zu, um das Anlagenwasser wieder entsprechend aufzubereiten. Auch die kontinuierliche Sauerstoffzehrung kann dank permaLine integral dauerhaft eingebunden werden.
In Abhängigkeit von der Anlagengröße, den verbauten Werkstoffen und insbesondere den Sauerstoffzutrittsmöglichkeiten kann der Bediener vorab eine Anlagenkategorie festlegen und erhält dann in Intervallen von sechs, neun oder zwölf Monaten eine Meldung zum Austausch von OxRed. Ein weiterer Vorteil: Im Vergleich zu einer konventionellen Dosierung mit Sauerstoffbindemittel kommt es mit OxRed zu keiner nennenswerten Veränderung des Anlagenwassers. Das wiederum ist ganz im Sinne des von der VDI-Richtlinie 2035 vorgegebenen Minimierungsprinzips. Die Leitfähigkeit des Anlagenwassers erhöht sich dabei nicht, ebenso wenig die Wahrscheinlichkeit für mikrobiell beeinflusste Korrosionsvorgänge, da kein Sulfat eingetragen wird.
Eine dauerhaft optimale Anlagenwasserqualität – und damit ein prima Konferenzklima – sind in Bonn somit für die Zukunft sichergestellt.
Eine Information der perma-trade Wassertechnik GmbH, Leonberg
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