Liebe Leserinnen und Leser,
unter dem Motto Fossile ins Museum gab der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e. V. am 24. April seinen Politischen Jahresempfang im Berliner Naturkundemuseum. Unter den Augen(höhlen) der Dinosaurierskelette im Hauptsaal diskutierten Gastgeber, Politik und Unternehmen drastisch veränderte Rahmenbedingungen für neue und fossile Heizungssysteme wie etwa das neue Verhältnis von Gas- und Strompreis und die GEG-Novelle. Letztere sehe für das Heizen mit Erneuerbaren auch andere Optionen vor, doch die Wärmepumpe werde einen großen Teil des Wandels bestreiten, sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Referenzen zum geplanten Verkauf der Viessmann-Klimasparte an das US-Unternehmen Carrier, der am selben Tag bekannt wurde, blieben in diesem Zusammenhang nicht aus. Die Transaktion zeige, dass der Markt für Wärmepumpen so attraktiv sei, dass er Investitionen anziehe, so Habeck. „Gerade deutsche Unternehmen haben die Technologie nach vorn gebracht. Die Weichenstellungen für die Energie- und Wärmewende schaffen also große Werte und Wachstum.“
Die Branche versichert, dass ab 2024 jährlich 500.000 Wärmepumpen für Deutschland produziert werden. Die Systeme werden einfacher und montagefreundlicher, die Weiterbildung des SHK-Handwerks läuft auf Hochtouren, die Technik ist ausgereift. Die skandinavischen Länder hätten schon in den 1970er Jahren begonnen, sich vom Gasmarkt unabhängig zu machen, erinnert Habeck. In Norwegen heize man heute 60 % des Gebäudebestandes mit Wärmepumpen. Damit sie auch in Deutschland möglichst schnell zur Standardheizung werden, müssten die Strompreise weiter runter, fordert BWP-Vorstandsvorsitzender Paul Waning.
Gute Beispiele gibt es zuhauf, unser Top-Thema ab S. 52 schaut auf Erfahrungen und neue Technik.
Ihre
MSc, Dipl.-Ing. Silke Schilling
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