Klimawandel

Ausbau erneuerbarer Energien jetzt beschleunigen

Der heute veröffentlichte erste Teil des sechsten IPCC-Berichts zeigt klarer als je zuvor, wie sich der weltweite Treibhausgasausstoß auf den Anstieg der globalen Temperatur auswirkt.

 Solaranlage unter Sonnenstrahlen neben einem Kraftwerk - Quelle: stock.adobe.com/By Andy Ilmberger
Solaranlage unter Sonnenstrahlen neben einem Kraftwerk - Quelle: stock.adobe.com/By Andy Ilmberger

Die Zusammenfassung der Forschungsergebnisse zum Klimawandel seit Vorstellung des letzten Berichts 2013 stellt die wichtigsten Erkenntnisse der Klimaforschung dar und zeigt Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger auf. „Die Botschaft ist mehr als eindeutig: Die Anstrengungen zur Bekämpfung des menschengemachten Klimawandels müssen massiv verstärkt werden. Ein hartes Umlenken beim Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase und der verstärkte Einsatz sauberer Technologien ist erforderlich, um das Klima wieder ins Lot zu bringen. Die Erneuerbaren Energien stehen in großer Technologiebreite für alle Bedarfe zuverlässig und bezahlbar bereit. Wir wollen unseren Beitrag für den Klimaschutz leisten. Dafür müssen die Hürden abgebaut und ein Programm zum beschleunigten Ausbau in den ersten 100 Tagen der neuen Bundesregierung aufgelegt werden. Deutschland kann damit an die einstigen Erfolge als Energiewende-Vorreiter anknüpfen.“, so Dr. Simone Peter, Präsidentin Bundesverband Erneuerbare Energie.

Der Ausbau erneuerbarer Technologien leiste den entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Folgen des Klimawandels. Zugleich sei er Treiber regionaler Wertschöpfung: „Allein im Jahr 2020 hat die Nutzung Erneuerbarer Energien den Ausstoß von rund 227 Millionen Tonnen Treibhausgasen vermieden, insgesamt wurden rund 300.000 Arbeitsplätze geschaffen. Mit schnelleren Genehmigungsverfahren, einem neuen Strommarkt, der Flexibilität ins Zentrum stellt, und dem Abbau von Hürden im EEG könnten diese Erfolge deutlich ausgeweitet werden „Um die beschlossene Treibhausgasreduktion von mindestens 65 Prozent im Jahr 2030 zu erreichen, braucht es einen Anteil der Erneuerbaren Energien am gesamten Bruttoendenergieverbrauch von mindestens 44 Prozent und am Bruttostrombedarf von mindestens 77 Prozent. Dieser ist an einem deutlich steigenden Strombedarf auszurichten. Hierzu gehört auch die vollständige Umsetzung der europäischen Erneuerbaren-Energien-Richtlinie, um die gemeinsame Erzeugung von Energie und die Versorgung mit Bürgerenergie aus eigenen Anlagen zu ermöglichen“, so Peter. „Auf der Weltklimakonferenz im November in Glasgow müssen zudem die internationalen Ziele und Anstrengungen zur Bekämpfung der Klimakrise weiter präzisiert und die Erneuerbaren Energien ins Zentrum der Lösungsstrategie gestellt werden“, so Peter abschließend.

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