Portal Green

Unterstützung bei Genehmigung, Bau und Betrieb von Power-to-Gas-Anlagen

Im Ergebnis des Forschungsprojektes Portal Green entstand ein neuer Leitfaden, der einen Überblick über Grundlagen und Besonderheiten bei der Genehmigung einer Power-to-Gas-Anlage bietet.

Genehmigungsrechtlicher Leitfaden für Power-to-Gas-Anlagen - Errichtung und Betrieb - Dezember 2020. Quelle: Portal Green / DVGW
Genehmigungsrechtlicher Leitfaden für Power-to-Gas-Anlagen - Errichtung und Betrieb - Dezember 2020. Quelle: Portal Green / DVGW

Das Konzept Power-to-Gas kann ein wichtiger Baustein bei der Energiewende und dem Erreichen der Klimaschutzziele in Deutschland und in Europa werden. Klimaneutrale Gase, wie grüner Wasserstoff oder synthetisches Methan, können mit diesen Technologien erzeugt und über die bestehende Gasinfrastruktur transportiert werden. Sie stehen so dem Wärmemarkt, der Rückverstromung, der Mobilität oder der Industrie zur Verfügung.

Eine Power-to-Gas-Anlage zu errichten und in Betrieb zu nehmen, ist jedoch komplex. Teils unübersichtliche Genehmigungsprozesse stellen die Anlagenbetreiber vor große Herausforderungen. Nach drei Jahren Laufzeit wurde das diesbezügliche vom BMWi geförderte Forschungsprojekt PORTAL GREEN nun erfolgreich abgeschlossen.

Ein im Rahmen des Forschungsvorhabens entwickelter Leitfaden bietet nun wertvolle Unterstützung bei der Genehmigung von Power-to-Gas-Anlagen. Er steht ab sofort auf den Webseiten der Verbundpartner kostenfrei zum Download zur Verfügung. Darüber hinaus wird er als Teil des DVGW-Regelwerkes regelmäßig aktualisiert.

Das Dokument ist unterteilt in einen genehmigungsrechtlichen und einen technischen Leitfaden. Der erste Teil beleuchtet die aktuelle Situation des Genehmigungsprozesses und bietet Entscheidungshilfen bei der Wahl der anzuwendenden Verfahren. Er zeigt, wie ein Genehmigungsverfahren je nach Anlagentyp abläuft und welche Unterlagen der zukünftige Betreiber erstellen und einreichen muss.

Der technische Leitfaden erklärt, welche Gesetze, Verordnungen und technischen Regelwerke von der Planung bis zum Betrieb der Anlage anzuwenden sind. Dabei stehen die Anforderungen an Anlagenbetreiber und -hersteller im Fokus. Beide Leitfadenteile berücksichtigen Besonderheiten durch den Anschluss an verschiedene Nutzungszweige. Hierzu gehören die Einspeisung von Wasserstoff oder Methan aus Power-to-Gas-Anlagen in das bestehende Gasnetz, der Anschluss an Wasserstofftankstellen, die Rückverstromung und die Versorgung von Industrieanlagen mit Wasserstoff.

Das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt PORTAL GREEN hat nach einer Laufzeit von 36 Monaten am 31. Dezember 2020 das offizielle Projektende erreicht. Das Projekt-Team besteht aus der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH (Konsortialführer), dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfachs DVGW e.V., der DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, der Bergischen Universität Wuppertal und Uniper.

Printer Friendly, PDF & Email
13.11.2025
Mit einer Änderung des Baurechts schafft der Bundestag eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Speicher zur Strom-, Wärme- und Wasserstoffspeicherung in Deutschland nun schneller realisiert werden...
29.07.2026
Hitzeschutz
Mit ihrer neuen Broschüre „Kühle Räume trotz Sommerhitze“ zeigt die Bundesingenieurkammer, wie sich Wohnräume auch ohne aufwändige Technik wirksam vor Überhitzung schützen lassen - und warum manche...
31.10.2025
Wärme aus Wasser für Rheinland-Pfalz
In Mainz wird in einem Neubaugebiet Brunnenwasser als Wärmequelle genutzt und in Konz soll künftig die Wärme von Flusswasser zur Wärmeversorgung dienen.
05.06.2026
Studie
Der Zubau neuer Erdgaskraftwerke in Deutschland, den die Bundesregierung in ihrer Kraftwerksstrategie (StromVKG) vorsieht, ist unter konsequenter Berücksichtigung alternativer Flexibilitätsoptionen...
17.08.2026
Klimaschutz
Hitzewellen, Brände, Dürre, Niedrigwasser zeigen, dass Klimaschutz vorangetrieben und gefördert werden muss. VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann nennt Beispiele zur Lösungskompetenz des...
13.02.2026
SHK-Innung und Fraunhofer ISE
Eine Umfrage von Innung SHK Berlin und Fraunhofer ISE hat ergeben, dass der Stromausfall im Januar in Berlin weniger Schäden an Wärmepumpen verursachte als zunächst angenommen wurde.