Telefonieren, ausruhen, Frust abbauen – was im Waschraum während der Arbeit wirklich passiert
Es gibt viele verschiedene Gründe, wieso die Menschen in China, Russland, Brasilien, Südafrika, Mexico oder Deutschland am Arbeitsplatz das stille Örtchen aufsuchen. Das belegt eine Umfrage, die das Hygieneunternehmen SCA gemeinsam mit seiner Marke Tork anlässlich des Volvo Ocean Races – der härtesten Segelregatta der Welt – durchführen ließ.
Befragt wurden knapp 13.500 Teilnehmer aus insgesamt 13 Ländern, inklusive der zehn Länder, die die Segelteams während der Regatta anlaufen. Knapp jeder zweite Befragte ist mit den Waschräumen am Arbeitsplatz unzufrieden. Genutzt werden sie dabei längst nicht nur, um die primären Hygienebedürfnisse zu erfüllen. Es wird auch gerne telefoniert, Frust abgebaut, in Ruhe pausiert, mit den Kollegen geplauscht und vieles mehr.
Unternehmen, denen die Zufriedenheit der Mitarbeiter am Herzen liegt, sollten einen kritischen Blick in die eigenen Waschräume werfen. Denn sie sind eine häufig unterschätzte Quelle von Unzufriedenheit, die sich mit relativ einfachen Mitteln beheben lässt.
Die aktuelle Online-Umfrage des Hygienespezialisten SCA zeigt:
∙ Jeder zweite Befragte (49 %) wünscht sich, dass der Arbeitgeber den Waschräumen mehr Aufmerksamkeit schenkt.
∙ Jeder Dritte (32 %) findet die Anzahl der Toiletten zu gering.
∙ Jeder Vierte (23 %) zieht es sogar vor, den Waschraumbesuch am Arbeitsplatz möglichst ganz zu vermeiden.
∙ Und jeder Fünfte (19 %) ist mit dem Zustand der Waschräume unzufrieden.
Waschräume sind wichtige Rückzugsorte
Warum eigentlich verschwindet der Kollege heute so oft im Waschraum? Warum dauert es manchmal so lange? Und hatte er vorher nicht etwas anderes an?
Die Studie zeigt, dass die Waschräume längst nicht nur im klassischen Sinn für den Toilettengang (81 %), zum Waschen bzw. Reinigen (46 %) oder für einen Binden- oder Tampon-Wechsel (28 %) genutzt werden – sondern auch eine wichtige Rolle als Rückzugsraum oder für private Sozialkontakte spielen.
Jeder Vierte (24 %) nutzt den Gang hinter die abschließbare Tür, um in Ruhe zu telefonieren, jeder Fünfte (22 %) wechselt in den Waschräumen die Kleidung und 19 % simsen oder chatten. Auch die persönliche Unterhaltung mit dem Kollegen steht in 10 % der Fälle auf dem Programm. Aber nicht nur das: Die Waschräume dienen auch in einem ganz wörtlichen Sinn als „stilles Örtchen“: 15 % der Arbeitnehmer machen hier eine Pause und genießen es, einen Moment alleine zu sein. Und wenn es im Job einmal zu stressig ist, dient der Waschraumbesuch dazu, um Frustration abzubauen (11 %) bzw. um zu weinen (7 %).
Zur Umfrage
Die Umfrage wurde vorbereitet und durchgeführt von United Minds. Die Datenerhebung erfolgte im Mai 2014 mit Unterstützung durch den Umfragedienstleister CINT. Berücksichtigt wurden die Angaben von insgesamt 13.492 Befragten aus 13 Ländern. Die Gesamtheit der Befragten setzt sich je zur Hälfte aus Männern und Frauen zusammen.
Die Umfrage erfolgte auf Basis eines elektronischen Fragebogens, der per E-Mail versandt wurde. Die Befragten verteilen sich zu gleichen Anteilen auf die folgenden Länder: Schweden, Brasilien, Deutschland, China, Spanien, Frankreich, Italien, Mexiko, Niederlande, Russland, Südafrika, Vereinigtes Königreich (UK) und die Vereinigten Staaten (USA).














