Marktforschung

Unterjährige Verbrauchsinformationen helfen Energie zu sparen

Eine Umfrage von Techem unter Mietern und Vermietern ergab, das die uVI wirkt: Fast 50 % der Mieter sparen bewusster Energie. Allerdings wussten auch 34 % der Vermieter nicht, dass es eine uVI-Pflicht gibt.

Welche Vorteile Mieter mit regelmäßigen Verbrauchsinformationen verbinden Bild: © Techem
Welche Vorteile Mieter mit regelmäßigen Verbrauchsinformationen verbinden Bild: © Techem

Eine Novellierung der Heizkostenverordnung (HKVO) verpflichtet Vermieter seit Januar 2022 dazu, ihren Mietern bei fernablesbaren Geräten eine unterjährige Verbrauchsinformation (uVI) für Heizung und Warmwasser zur Verfügung zu stellen. Eine aktuelle Marktforschung des Energiedienstleisters Techem zeigt, dass die unterjährige Verbrauchsinformation wirkt: Sie schafft Transparenz und sorgt dadurch für einen bewussteren Umgang mit Energie.

Jedoch ist die bestehende uVI-Pflicht teilweise noch unbekannt: So gaben 34 % der befragten privaten Vermieter an, dass sie die Pflicht zur regelmäßigen Bereitstellung der uVI nicht kennen. Diese Wissenslücke spiegelt sich auch in der praktischen Umsetzung wider: Nur 37 % der befragten Mieter erhalten bislang eine unterjährige Verbrauchsinformation. Dabei wird die rechtzeitige Umsetzung immer dringlicher: Bis zum 1. Januar 2027 müssen alle nicht fernablesbaren Messgeräte in Wohngebäuden nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Die HKVO verpflichtet Vermieter damit, auf moderne funkbasierte Systeme umzusteigen und somit auch dazu, den Mietern eine monatliche Verbrauchsinformation zur Verfügung zu stellen. 

„Die Umfrage zeigt sehr deutlich, wie groß die Lücke zwischen gesetzlichen Vorgaben und tatsächlicher Umsetzung noch ist“, sagt Matthias Hartmann, CEO von Techem. 

Transparenz als Weg zu mehr Energieeffizienz  

Die Umfrage zeigt: 50 % der Mieter, die bereits eine uVI erhalten, geben an, dass sie dadurch bewusster mit ihrem Energieverbrauch umgehen. Zusätzlich äußerten die Befragten, die eine uVI erhalten, dass sie ihren Verbrauch besser verstehen (47 %), mehr Transparenz empfinden (46 %) und konkrete Sparpotenziale erkennen (45 %). Auch unerwartete Nachzahlungen lassen sich so häufiger vermeiden, sagen 44 % in dieser Gruppe. Auf Vermieterseite zeigt sich ein ähnliches Bild: 47 % der Vermieter, denen die uVI-Pflicht bekannt ist, empfinden die gesteigerte Transparenz für Mieter als großen Vorteil. Gleichzeitig bewerten knapp 40 % dieser Personengruppe die uVI nicht nur als regulatorische Pflicht, sondern auch als Chance für mehr Transparenz und Effizienz. Rund 30 % der Vermieter, die die uVI schon eingeführt haben, beobachten zudem bereits einen gesunkenen Energieverbrauch in ihren Gebäuden.

„Wo Transparenz geschaffen wird, verändert sich das Verhalten. Die unterjährige Verbrauchsinformation ermöglicht es Millionen Haushalten, ihren Energieverbrauch besser zu verstehen und bewusster zu handeln“ sagt Matthias Hartmann.

Über die Befragung 
Die vorliegende Umfrage wurde im März 2026 online durchgeführt. Befragt wurden 2.000 Mieter sowie 400 private Vermieter. Im Rahmen der quantitativen Erhebung standen der Informationsstand, der Informationsbedarf sowie das Verhalten bei der Nutzung im Fokus. Die Grundgesamtheiten der beiden Zielgruppen wurden anhand spezifischer Kriterien definiert.

 

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