Nachbarschaftliche Wärmeversorgung
„Wer heute als Fachplaner:in, Ingenieur:in oder Energieberater:in die nachbarschaftliche Wärmeversorgung nicht mitdenkt, verkennt einen der wirksamsten Hebel der Wärmewende. Gerade in Deutschland, wo kleinteilige Gebäudestrukturen und hohe Anschlussdichten aufeinandertreffen, lassen sich durch gemeinschaftliche Lösungen nicht nur CO₂-Emissionen drastisch senken, sondern auch wirtschaftlich robuste Systeme mit höherer Versorgungssicherheit etablieren. Nur wer über die Parzellengrenze hinaus plant, gestaltet die Zukunft der Wärmeversorgung aktiv mit – statt ihr hinterherzulaufen“, betont Peter-M. Friemert, Geschäftsführer der ZEBAU GmbH und Seminarmoderator.
Mit der Erstellung der Wärmeplanung in über 11.000 deutschen Kommunen werden die Handlungsoptionen der Wärmewende im Heizungskeller der Hauseigentümer:innen deutlich. Für die solidarische und nachbarschaftliche Wärmeversorgung privater Eigentümer:innen stellt sich die Frage: Welche Lösungen sind technisch und auch rechtlich möglich und haben sich bereits bewährt? Dieses Online-Seminar stellt den aktuellen Stand der Untersuchungen vor und beschreibt die Optionen für den 2. Schritt nach der Kommunalen Wärmeplanung auf dem Weg in eine fossilfreie Wärmeversorgung.Im Anschluss läd es zur Diskussion mit den Referent:innen ein.
Die Anmeldung zur Veranstaltung ist online möglich unter: https://zebau.de/termine/nachbarschaftliche-warmeversorgung
Programm
- Im Gespräch mit Dr. Andreas Koch, Deutsche Energie-Agentur (dena), Peter-M. Friemert, ZEBAU
- Rechtliche Grundlagen und technische Rahmenbedingungen für eine nachbarschaftliche Wärmeversorgung, RA Dirk Legler, RA Günther und Partner Hamburg
- Erfahrungen mit nachbarschaftlicher Wärmeversorgung am Beispiel Geigerstraße, Kiel, Annika Fischer, Averdung Ingenieure Hamburg & Sam Warmke, Landeshauptstadt Kiel
- Erfahrungen mit dem Bürgerenergiefonds, Kai Jerma, Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) Kiel
Fortbildungsanerkennung
Die Fortbildung wird für die Verlängerung der Eintragung in der Energieeffizienz-Expertenliste mit 2 Unterrichtseinheiten (Wohngebäude), 2 Unterrichtseinheiten (Nichtwohngebäude) und 2 Unterrichtseinheiten (Energieaudit DIN 16247/Contracting (BAFA)) angerechnet. Durch die Anerkennung der Architektenkammer Hamburg wird die Veranstaltung in gleichem Umfang von der Architektenkammer Niedersachsen und Bremen sowie der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein anerkannt.












