§ 71 GEG

„Verlässlichkeit statt Verunsicherung – das Handwerk braucht endlich Ruhe und klare Rahmenbedingungen!“

Der ZVSHK warnt eindringlich davor, die politische Diskussion um das sogenannte Heizungsgesetz erneut zu entfachen.

Daniel Föst, seit 08. September neuer Hauptgeschäftsführer des ZVSHK, will endlich Klarheit von der Politik. Bild: ZVSHK
Daniel Föst, seit 08. September neuer Hauptgeschäftsführer des ZVSHK, will endlich Klarheit von der Politik. Bild: ZVSHK

Die Fehler der Ampel dürften sich nicht wiederholen, sagt ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Daniel Föst (FDP). Öffentliche Auseinandersetzungen über Gesetzesdetails würden Bürgerinnen und Bürger verunsichern, Investitionen bremsen und das Vertrauen in Politik und Handwerk gleichermaßen beschädigen. Deutschland brauche jetzt Verlässlichkeit – keine neuen Grabenkämpfe.

"Das Gebäudeenergiegesetz ist sicher kein perfektes Gesetz, aber es ist ein notwendiger Rahmen, um die Modernisierung des Gebäudebestandes voranzubringen. Wer es jetzt infrage stellt, verspielt wertvolle Zeit. Das Handwerk hat sich auf die Umsetzung eingestellt, Kapazitäten aufgebaut und Fachkräfte qualifiziert. In vielen Betrieben liegen konkrete Aufträge auf Eis, weil Kunden angesichts politischer Schlagzeilen wieder abwarten. Diese Unsicherheit ist Gift – für das Handwerk, die Industrie und letztlich für den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland."

Die aktuelle Förderkulisse bietet gute und verlässliche Bedingungen. Der sogenannte Speedbonus wird planmäßig abgeschmolzen – das war von Anfang an so vorgesehen. Eine höhere Förderung wird es nicht geben. Wer jetzt investiert, handelt vorausschauend und wirtschaftlich klug. Die Technik ist ausgereift, die Fachbetriebe sind vorbereitet, und fossile Brennstoffe werden mit hoher Wahrscheinlichkeit teurer. Warten lohnt sich nicht.

Das Schlimmste wäre jetzt ein neuer Streit, der am Ende in einem faulen Kompromiss mündet. Dann stünden wir in der nächsten Legislaturperiode wieder am Anfang – mit verfehlten Klimazielen, gebremsten Investitionen und ungelösten europäischen Vorgaben. Das darf sich Deutschland nicht leisten.

Der ZVSHK appelliert Appell deshalb an die Politik: "Sorgen Sie endlich für Planungs- und Investitionssicherheit. Das Handwerk braucht klare Regeln, verlässliche Förderung und eine stabile Perspektive. Wir Handwerkerinnen und Handwerker sind bereit, die Wärmewende praktisch umzusetzen – im Keller, im Badezimmer, an der Heizung. Aber dafür braucht es Mut zur Kontinuität statt neuer Schlagzeilen."

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