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Wärmewende: Größtes Einsparpotenzial im Gebäudesektor

Die neue VDI-Publikation „Bausteine für eine klimaneutrale Wärmeversorgung“ befasst sich intensiv mit der Umgestaltung des Wärmeversorgungssystems in Deutschland.

Bausteine für eine klimaneutrale Gebäudeversorgung. Cover. Quelle: VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.
Bausteine für eine klimaneutrale Gebäudeversorgung. Cover. Quelle: VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.

Ohne die Energiewende im Wärmesektor ist das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel der Klimaneutralität bis 2045 nicht zu erreichen. Allerdings steht die Wärmewende noch ganz am Anfang.

Bislang beruht die Wärmeversorgung in Deutschland noch zu weit über 80 % auf fossilen Energien, dies hat sich im letzten Jahrzehnt kaum verändert. Im Jahr 2019 machten Raumwärme, Prozesswärme und Warmwasser mehr als die Hälfte des Energieverbrauchs in Deutschland aus, der Klimakältebedarf gerade einmal ein halbes Prozent.

Eine klimaneutrale Wärmeversorgung sollte die hohe Versorgungssicherheit erhalten, die Kosten der Wärmeversorgung begrenzt halten, eine nahtlose Integration des Wärmesektors in das Gesamtenergiesystem ermöglichen und eine stabilisierende Wirkung auf andere Energiesektoren entfalten. 

Den größten Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen kann laut der Publikation der Gebäudesektor leisten. Energetische Gebäudesanierung, optimiertes Anlagendesign und intelligente Steuerung bieten große Effizienzpotenziale. Neue, digitale Techniken ermöglichen die umfassende Überwachung (Monitoring), das automatische Identifizieren von Ineffizienzen und deren Ursachen sowie eine selbständige Fehlerbehebung und Optimierung von Wärmesystemen.

Um eine klimaneutrale Raumwärmeversorgung zu ermöglichen, braucht es darüber hinaus erneuerbare Energien, die unabhängig von der Jahreszeit zur Verfügung stehen. Darunter fallen grüne Fernwärme, biogene Brennstoffe, mit erneuerbaren Quellen erzeugte Gase und erneuerbar erzeugter Strom. Für einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien braucht es gesetzliche, regulative und ökonomische Rahmenbedingungen. Instrumente hierfür sind die Verteuerung von fossilen Energien durch eine deutliche Erhöhung der CO2-Abgabe, die Erhöhung der Quote für erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung im Gebäudeenergiegesetz (GEG), ein Verbot der Nutzung von fossilen Energieträgern im GEG, oder eine Verpflichtung zur Installation von Solaranlagen bei Neubauten. 

Die Publikation gibt Politik und den Marktakteuren Impulse und Orientierung für die Wärmewende. Sie zeigt verschiedene Bausteine auf, wie zum Beispiel die verschiedenen Möglichkeiten klimaneutraler Wärmequellen oder die unterschiedlichen Methoden zur Wärmespeicherung. Sie beinhaltet viele Tipps zum Entwickeln und Planen von nachhaltigen Wärmeversorgungslösungen. Die vollständige VDI-Publikation „Bausteine für eine klimaneutrale Wärmeversorgung“ ist kostenfrei zugänglich.

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