Wirtschaft

Techem erwirbt Mehrheit an Messstellenbetreiber inexogy

Techem, Energiedienstleister für die Immobilienwirtschaft, erwirbt die Mehrheit an inexogy smart metering, einem der größten wettbewerblichen Messstellenbetreiber Deutschlands.

Techem Headquarter. Bild: Techem
Techem Headquarter. Bild: Techem

Die abgeschlossene Beteiligung von Techem an inexogy umfasst einen Wachstumspfad für die kommenden fünf Jahre. In diesem Rahmen werden 320 Mio. EUR in die Installation und den Betrieb intelligenter Messsysteme investiert. Ziel ist es, mit den Daten von 1,5 Mio. intelligenten Messsystemen das Energiesystem in den nächsten Jahren effizienter und nachhaltiger zu gestalten. 

Techem bringt seine langjährige Erfahrung in Digitalisierung, Dekarbonisierung, Energieeffizienz sowie ein internationales Portfolio von mehr als 13 Mio. Wohnungen ein. inexogy wird mit der finanziellen Unterstützung von Techem sein bisheriges Partnergeschäft in Bereichen wie dynamische Tarife und Prosumer deutlich ausbauen und Netzbetreiber dabei unterstützen, ihre Netzgebiete vollständig mit intelligenten Messsystemen auszustatten.

Weitere wesentliche Schwerpunkte der Partnerschaft liegen in der Erschließung neuer, gemeinsamer Kundensegmente, etwa im Bereich Wohnungs- und Gewerbeimmobilien, Industriegebäude oder auch im Retailsegment sowie im weiteren Ausbau der digitalen Plattform von Techem. Diese stellt für die Wohnungswirtschaft zentral alle Daten rund um die Immobilie bereit und wird künftig auch den Messstellenbetrieb umfassend integrieren. Damit können übergreifende Dekarbonisierungslösungen wie z.B. Mieterstrom-Modelle und EV-Charging angeboten werden. So entstehen integrierte Gesamtlösungen. Die Plattform ermöglicht eine effiziente und skalierbare Umsetzung des Smart-Meter-Rollouts sowie die Integration steuerbarer Verbrauchseinrichtungen. 

„Smart Meter sind der Schlüssel für eine nachhaltige, digital gesteuerte und sektorenübergreifend optimierte Energieversorgung. Unser gemeinsames Ziel ist daher klar: Wir wollen den effizienten und digitalisierten Rollout in Deutschland so unkompliziert und einfach wie möglich gestalten. Mit inexogy haben wir die richtigen Partner gefunden und können damit die Digitalisierung der Energiewende maßgeblich vorantreiben“, so Matthias Hartmann, CEO der Techem Gruppe.

„Wir freuen uns, dass wir mit Techem einen so etablierten Partner an unserer Seite haben. Gemeinsam können wir unsere Kompetenzen bündeln und Deutschland beim Smart-Meter-Rollout weiter voranbringen. Noch in diesem Jahr werden wir gemeinsam mit Techem unsere Installationskapazitäten massiv erweitern, bevor wir im kommenden Jahr gemeinsam in die nächste Skalierungsphase starten“, kommentiert David Zimmer, CEO von inexogy.

In der Zusammenarbeit rückt insbesondere eine der bisherigen Dienstleistungen von inexogy in den Vordergrund: Mieterstrom. Das Modell ermöglicht es, mithilfe intelligenter Messsysteme sowohl Erzeugungsanlagen als auch moderne Lade- und Wärmestrukturen in Mehrfamilienhäusern zu integrieren und die Bewohner von günstigeren Strom- und Wärmekosten profitieren zu lassen. inexogy hat bereits mehr als 1.000 solcher Projekte in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt. Nun zielt Techem darauf ab, die entstandenen Synergien zu nutzen, um die dezentrale Energieversorgung auf Basis von Mieterstrom entscheidend voranzubringen.

Techem verfügt bereits heute schon über eine der führenden Plattformen für die Digitalisierung und Dekarbonisierung des Gebäudesektors in Europa und schafft mit dieser die zentrale Infrastruktur, um Daten, handelnde Akteure und digitale Anwendungen im Gebäudesektor miteinander zu verbinden. inexogy zählt zu den wichtigsten und dynamischsten Akteuren beim Smart Meter Rollout. Gemeinsam mit seinen Partnern – Stadtwerken, Energieversorgern, Photovoltaikbetrieben, Filialisten und Immobilienunternehmen – bietet inexogy bundesweit und netzgebietübergreifend sämtliche Dienstleistungen rund um die Installation und den Betrieb intelligenter Messsysteme (iMSys) aus einer Hand. Dazu gehören unter anderem die Tourenplanung, Installation, Wechselprozesse, Einbau, Marktkommunikation sowie die Visualisierung der Messwerte. Über eine API-Schnittstelle wird zudem eine durchgängige Datenverfügbarkeit gewährleistet und damit der Weg für zentrale Anwendungsfälle der Energiewende geebnet – wie dynamische Stromtarife, Direktvermarktung, virtuelle Kraftwerke oder die netzdienliche Steuerung. 

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