Brennstoffzelle

Rohstoff- und klimafreundliches Recycling

Für die Produktion von Wasserstoff und Sauerstoff in Brennstoffzellen sind Katalysatoren verantwortlich, die aus seltenen oder aufwändig herzustellenden Rohstoffen wie Ruthenium, Iridium oder Platin bestehen. Wissenschaftler/innen der TU Bergakademie Freiberg entwickeln zurzeit eine neuartige Recylingtechnologie.

Versuchsdurchführung in einer Elektrolysezelle. Quelle: Detlev Müller
Versuchsdurchführung in einer Elektrolysezelle. Quelle: Detlev Müller

Das Verbundprojekt RECYCALYSE wird vom Dänischen Technologischen Institut geleitet und von 10 weiteren Partnern (TU Bergakademie Freiberg, Fraunhofer ICT, Sustainable Innovations, Vertech Group, TWI, Danish Power Systems, Universität Bern, Prüfrex, HyCentA Research GmbH und Accurec) unterstützt. Das Projekt wird mit 5,5 Mio. Euro aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union im Rahmen der Zuschussvereinbarung Nr. 861960 gefördert.

„Die Herausforderung besteht zum einen darin, die Edelmetalle möglichst vollständig und ohne Verluste wiederzugewinnen. Zum anderen werden im Projekt auch neue Zusammensetzungen der Katalysatoren entwickelt, zu denen es bisher noch keine Recyclingerfahrungen gibt“, erklärt Prof. Dr. Alexandros Charitos.

Die Technologie für die umweltfreundliche Energiespeicherung sowie Energienutzung soll den Einsatz der kritischen Edelmetalle und klimaschädlicher CO2-Emissionen verringern. Das Recycling ist aufwändig, da die Stoffe einen sehr hohen Schmelzpunkt haben. Ein neuer Spezialofen wird hier unterstützen. Wenn eine Recyclingstrategie im Labormaßstab steht, sollen die Prozesse auch in den Großmaßstab übertragen werden. Die im Rahmen des Projektes am INEMET recycelten Edelmetalle sollen später bei Projektpartnern zur Produktion neuer leistungsfähigerer und stabilerer Katalysatoren genutzt werden und so den Materialkreislauf schließen.

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