Fit für Trinkwasser

Neue Schulungsinitiative von ZVSHK, BTGA und figawa

Die neue Fassung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) wurde am 31.03.2023 im Bundesrat verabschiedet und am 23.06.2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Darin wurden Anforderungen an Grenz- und Richtwerte an die EU-Trinkwasserrichtlinie angepasst. 

Die breit angelegte Schulungsinitiative „Fit für Trinkwasser“ soll mithelfen, Fachkräfte auf die neue Trinkwasserverordnung vorzubereiten.
Die breit angelegte Schulungsinitiative „Fit für Trinkwasser“ soll mithelfen, Fachkräfte auf die neue Trinkwasserverordnung vorzubereiten.

Um den bestimmungsgemäßen Betrieb der Trinkwasserinstallation sicherzustellen, ist bei Fachplanern, Installateuren und Betreibern von haustechnischen Anlagen ein Know-how auf aktuellem Stand erforderlich. Die breit angelegte Schulungsinitiative „Fit für Trinkwasser“ der zentralen Branchenverbände für die Planung, Errichtung und Wartung von Trinkwasserinstallationen soll mithelfen, Fachkräfte darauf vorzubereiten.

Um die Verantwortlichen für Planung, Ausführung und Bauüberwachung sowie Betrieb und Instandhaltung in der Sanitärbranche mit den Neuerungen vertraut zu machen, ist jetzt bundesweit ein neues Format zur Schulung der unterschiedlichen Zielgruppen im Angebot. Unter dem Motto „Fit für Trinkwasser“ wurden zielgruppenorientierte Seminare in drei Kategorien entwickelt, die sich an Planer und SHK-Unternehmer, Installateure sowie Betreiber von Trinkwasserinstallationen richten. In diesem Rahmen bietet Geberit in Kooperation mit der Firma Kemper die Weiterbildung zurFachkraft für Hygiene in der Trinkwasserinstallation“ an.

Bundesweit einheitliche Qualifizierung

Das neue Weiterbildungsangebot ist eine anerkannte, bundesweit einheitliche Qualifizierungsmaßnahme. Die Schulungen, die Geberit im GIZ Langenfeld, im Technikum der Firma Kemper in Olpe und auch bundesweit an wechselnden Standorten anbietet, wurden vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), dem Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA) und der Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach (figawa) entwickelt. Sie behandeln hygienisch wichtige Aspekte, die bei Planung, Bau und Betrieb von Trinkwasserinstallationen zu beachten sind und auf den relevanten technischen Regelwerken basieren. Gegenstand sind insbesondere die Normenreihen DIN EN 806 und DIN 1988, DIN EN 1717, DVGW-Arbeitsblätter sowie die technischen Regeln von BTGA und ZVSHK.

Fachlicher Austausch ohne Hierarchie

Zielgruppenorientierte Seminare, und damit eine unterschiedliche Ansprache der Sanitärfachleute, sind sinnvoll, denn jede an der Trinkwasserinstallation und -versorgung beteiligte Personengruppe hat spezifische Aufgaben. Darauf gehen die Schulungen gezielt ein. Für alle Beteiligten gilt: Je genauer der Einzelne über seine Verpflichtungen informiert ist, desto besser kann er seine fachliche Kompetenz später vor Ort in die Teamarbeit einbringen. Ohne eine solche verlässliche und engagierte Teamarbeit sind die aktuellen Herausforderungen an die Branche nicht umzusetzen.

Schulungen der Verbände in allen Regionen

Für die Bewertung und das Risikomanagement müssen die Personen hinreichende Fachkenntnisse über entsprechende Trinkwasserinstallationen haben und durch einschlägige Berufserfahrung sowie durch Schulung eine hinreichende Qualifikation für die Bewertung und das Risikomanagement im Trinkwasserbereich nachweisen können. Die Schulungen im Rahmen der Initiative „Fit für Trinkwasser“ sollen alle Beteiligten der Sanitärbranche umfassend und kompetent auf die neuen Herausforderungen vorbereiten und die Wichtigkeit der Zusammenarbeit unterstreichen. Frühzeitig haben sich der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA) und die Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach (figawa) darauf verständigt, das Weiterbildungsangebot bundesweit einheitlich anzubieten. Die ersten Seminare wurden bereits im letzten Jahr durchgeführt. Weitere Termine für 2023 sind angekündigt.

Auf ihren Internetseiten geben die Verbände Hintergrundinfos und Unterscheidungsmerkmale für die drei Zielgruppen Verantwortliche im Sanitärbereich (Planung, Ausführung und Bauüberwachung), Gesellen/Sanitär-Installateure (Errichtung und Instandhaltung) sowie Betreiber von häuslichen Trinkwasserinstallationen, Immobilienverwaltungen etc. (Betrieb).

Das Berufsförderungswerk der Gebäude- und Energietechnikhandwerke e. V. (BfW) koordiniert alle Anmeldungen und hält dazu die Webseite www.berufsfoerderungswerk.org/schulungen auf dem aktuellen Stand.

Weiterführende Informationen

Das Geberit Schulungsangebot für alle Baubeteiligten:

  • Verantwortliche im Sanitärbereich: Planung, Ausführung und Bauüberwachung (Zwei-Tages-Kurs)
  • Gesellen/Sanitär-Installateure: Errichtung und Instandhaltung (Tageskurs)
  • Betreiber von häuslichen Trinkwasserinstallationen, Immobilienverwaltungen etc.: Betrieb (Tageskurs)


Eine Übersicht zu den Geberit Schulungsangeboten und den nächsten Terminen:

www.geberit.de/seminare

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