Wärmepumpen für Mehrfamilienhäuser

Hessens größtes Wohnungsunternehmen kooperiert mit Wärmepumpenhersteller

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) hat über ihre Tochtergesellschaft Medien-Energie-Technik GmbH (MET) einen Rahmenvertrag mit Daikin unterzeichnet.

 

 

v.l.n.r.: Michael Mahlich (Geschäftsführer MET), Thorsten Becker (Real Estate Solutions Daikin), Martin Krutz (Geschäftsführer Daikin Airconditioning Germany), Monika Fontaine-Kretschmer (Technische Geschäftsführerin NHW), Urban Keller (Leiter Contracting MET), Alexander Wagner (Leiter Kompetenzcenter Einkauf und Vertragsmanagement NHW), Thomas Gernert (Manager Real Estate Solutions Daikin Airconditioning Germany). Bild: NHW / Thomas Rohnke
v.l.n.r.: Michael Mahlich (Geschäftsführer MET), Thorsten Becker (Real Estate Solutions Daikin), Martin Krutz (Geschäftsführer Daikin Airconditioning Germany), Monika Fontaine-Kretschmer (Technische Geschäftsführerin NHW), Urban Keller (Leiter Contracting MET), Alexander Wagner (Leiter Kompetenzcenter Einkauf und Vertragsmanagement NHW), Thomas Gernert (Manager Real Estate Solutions Daikin Airconditioning Germany). Bild: NHW / Thomas Rohnke

In dem Vertrag geht es um die Effizienz-Garantie von Wärmeerzeugungsanlagen mit Wärmepumpen. Die Vertragspartner verpflichten sich dazu, die Wirtschaftlichkeit der Anlagen sicherzustellen, indem sie eine Mindesteffizienz planen, definieren und garantieren. Dieser Schritt unterstreicht das Engagement beider Unternehmen für nachhaltige Energieversorgung und Klimaschutz.

Bedeutende Kooperation

„Die Installation von Wärmepumpen und deren effizienter Betrieb spielen eine zentrale Rolle in unserer Strategie zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele", sagt Monika Fontaine-Kretschmer, Technische Geschäftsführerin der NHW. „Durch die Partnerschaft mit Daikin können wir nicht nur unsere Umweltziele effektiver verfolgen, sondern auch den Strombedarf für den Betrieb der Anlagen verlässlich planen, was letztlich unseren Mietern zugutekommt. Indem wir die Effizienz der Wärmepumpentechnologie für den Betrieb garantieren, setzen wir einen neuen Standard in der Wohnungsbranche und unterstreichen unser Engagement für umweltfreundliche Wohnlösungen. Durch den Umstieg von fossilen Brennstoffen – vor allem Gas – auf Strom entfallen in den betroffenen Heizanlagen die jährlich ansteigenden CO2-Abgaben.“

Martin Krutz, Geschäftsführer der Daikin Airconditioning Germany GmbH, ergänzt: „Die Kooperation mit der NHW ist ein optimales Beispiel dafür, wie Industrie und Immobilienwirtschaft gemeinsam innovative, nachhaltige Lösungen entwickeln können. Unsere energieeffizienten Wärmepumpenlösungen kommen direkt dort zum Einsatz, wo sie den größten Nutzen bringen – in den Lebensräumen der Menschen. Dies ist ein entscheidender Schritt, um das Potenzial unserer Technologie gezielt auszuschöpfen und einen signifikanten Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen zu leisten.“

Jahresarbeitszahl als Basis für die Effizienzgarantie

Der Kooperationsvertrag deckt alle Wärmeerzeugungsanlagen ab, die die MET als Wärmecontractor im Auftrag der NHW mit Daikin Wärmepumpen errichten und betreiben wird. Die Effizienzgarantie basiert auf den Jahresarbeitszahlen, die das Verhältnis zwischen dem Energieeinsatz von Strom und der erzeugten Wärmemenge messen. Sollten die garantierten Werte nicht erreicht werden, schlägt Daikin Maßnahmen zur Effizienzsteigerung vor und führt diese durch. Wenn Hersteller die versprochenen Effizienzen im Betrieb erreichen, können Wärmepumpen auch im Gebäudebestand sinnvoll realisiert werden, um einen wichtigen Beitrag zur Gebäudedekarbonisierung zu leisten. Mittelfristig kann und soll der Vertrag auf Anlagen ausgeweitet werden, die die NHW selbst betreibt.

Wärmepumpen als Schlüssel zur CO2-Reduktion

Dass der Gebäudesektor bis 2045 klimaneutral werden soll, ist eine Mammutauf-gabe, auch für die NHW als Bestandshalterin von mehr als 60.000 Wohnungen. Angesichts der Herausforderungen durch Energiekrisen, Preissteigerungen und strengere Umweltauflagen hat Hessens größtes Wohnungsunternehmen seine Strategie angepasst und setzt statt umfassender Vollmodernisierungen nun verstärkt auf die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien, insbesondere in Form von Wärmepumpen. Maßgebliche Unterstützung kommt dabei von der MET. Die Unternehmenstochter versorgt zahlreiche Wohnungen der NHW mit Wärme für Raumheizung und Warmwasser. Sie errichtet und betreibt eigene Heizzentralen, kauft die notwendigen Brennstoffe ein und sorgt so für verantwortungsvollen Umgang mit knapper werdenden Ressourcen zu einem für den Endverbraucher angemessenen Preis. Auch die MET baut vermehrt auf Wärmepumpenanlagen, die Photovoltaik und Batteriespeichertechnik integrieren – Technologien, die zunehmend traditionelle, weniger effiziente Heizsysteme ersetzen und zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung beitragen.

Vorinstallierte Energiemodule für eine schnelle und mieterfreundliche Umstellung

Um die Heizungsumstellung von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien in den Wohnungen der NHW mit einer möglichst geringen Beeinträchtigung der Mieter durchzuführen, kommt das Daikin Energiemodul zum Einsatz. Diese kompakte Einheit enthält alle Komponenten für eine zentrale Heizungs- und Warmwasserversorgung auf Basis von Luft-Wasser-Wärmepumpen – vormontiert, geschützt und sofort anschlussbereit. Durch den Einsatz dieser vorgefertigten Module lassen sich Sanierungszeiten und -kosten deutlich reduzieren. Ein weiterer großer Vorteil des Energiemoduls ist, dass bei bereits zentral beheizten Gebäuden in den einzelnen Wohnungen keine Bauarbeiten vorgenommen werden müssen.

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