Haushalt und Finanzen

Kabinett beschließt Etat des Bundesbauministeriums

Der Etat des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen steigt von 7,4 Mrd. Euro in 2025 auf 7,6 Mrd. Euro im kommenden Jahr. 

Bild: stock.adobe.com/ U. J. Alexander
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„Mehr bauen, günstiger bauen, besser zusammenleben - Weil jedes Zuhause zählt! Unter diesem Motto nehmen wir jetzt und in Zukunft noch mehr Geld in die Hand", sagt Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die Soziale Wohnraumförderung werde auf 4 Mrd. Euro erhöht, bis 2029 auf 5,5 Mrd. Euro. Die Förderung werde durch die Länder in vergleichbarer Größenordnung aufgestockt.  

Die Städtebauförderung wachse 2026 auf 1 Mrd. Euro an. "Damit werden nachhaltige Wohn- und Lebensräume gefördert – sei es durch den Bau von Spielplätzen, der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude oder durch neue Mobilitätskonzepte", so Huppertz. 

Investitionen des BMWSB auf einen Blick: 

  • Der soziale Wohnungsbau wird wie geplant schrittweise erhöht. Für 2026 sind Mittel von 4 Mrd Euro vorgesehen, für 2027 5 Mrd. Euro und für 2028 und 2029 jeweils 5,5 Mrd. Euro. Enthalten ist eine Verdopplung der Mittel für das Programm Junges Wohnen. 
  • Die Programmmittel für die Neubauprogramme "Klimafreundlicher Neubau" (1,1 Mrd. Euro), "Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment" (650 Mio. Euro) und "Wohneigentumsförderung für Familien" (250 Mio. Euro) sollen im neuen Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität ausgebracht werden. 
  • Ebenfalls im neuen Sondervermögen vorgesehen sind Programmmittel für die Sanierungsprogramme „Jung kauft Alt“ (350 Mio. Euro) und "Gewerbe zu Wohnen" (2026 mit 360 Mio. Euro). Hinweis: Die im neuen "Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität" ausgebrachten Programme sollen perspektivisch zu zwei Themenbereichen "Neubau" und "Sanierung" zusammengeführt werden. 
  • Die Städtebauförderung wird 2026 planmäßig erhöht: Entsprechend dem Koalitionsvertrag ist eine schrittweise Verdopplung der Bundesmittel vorgesehen, beginnend mit einer Anhebung der Programmmittel in 2026 auf 1 Mrd. Euro, in 2027 auf 1,2 Mrd. Euro, in 2028 auf 1,4 Mrd. Euro und in 2029 auf 1,58 Mrd. Euro. 
  • Um Kommunen auch bei ihrer energetischen Modernisierung zu unterstützen, soll das Programm Energetische Stadtsanierung im Klima- und Transformationsfonds mit Programmmittel in Höhe von 75 Mio. Euro fortgeführt werden. 
  • Ebenfalls im Klima- und Transformationsfonds ist für die Programme Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur (SJK) und Urbane Räume die Finanzierung aller bereits durch den Haushaltsausschuss beschlossenen Projekte gesichert. Zusätzliche Programmmittel von 160 Mio.Euro sind für die Förderung innovativer Sport- und Bewegungsräume im Einzelplan 25 des BMWSB vorgesehen. 
  • Die Gründung des Bundesforschungszentrums für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen wurde noch in der letzten Legislatur beschlossen. Die Mittel für die Gründung sind gesichert. Für 2026 sind 15 Mio. Euro vorgesehen. 
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