Statement

DVGW zu den PFAS-Messungen des BUND in Trinkwasserproben

Zur BUND-Studie zu PFAS-Messungen in Trinkwasserproben erklärt Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser des DVGW, dass daraus keine Gefahren resultieren.

Bild: stock. adobe.com/ MQ-Illustrations
Bild: stock. adobe.com/ MQ-Illustrations

„Die Studienergebnisse belegen, dass die festgestellten PFAS-Einträge derzeit keine Gefahr für die Qualität des Trinkwassers darstellen", sagt DVGW-Vorstand Merkel. "Dennoch müssen wir sie als Weckruf verstehen und ernst nehmen. Die Konzentration dieser Chemikalien wird in den kommenden Jahren voraussichtlich steigen. 

Der Umgang mit PFAS-haltigen Wässern bringt veränderte Aufbereitungserfordernisse mit sich, mit denen sich betroffene Wasserversorger auseinandersetzen müssen. Dies hätte aufwändige und teure Aufbereitungsverfahren zu Folge, um gesetzliche Grenzwerte einzuhalten. Deswegen brauchen wir für toxikologisch relevante PFAS wirksame Verbote. Sie dürfen erst gar nicht in die Trinkwasserressourcen gelangen können. Das geht nur über die Stärkung des vorsorgenden Gewässerschutzes. Hierzu muss der bestehende Rechtsrahmen weiterentwickelt werden: Besonders umweltschädliche Ewigkeitschemikalien müssen verboten werden ebenso wie Einsatzfelder, die zu einem vermehrten Eintrag von PFAS in die Umwelt führen. Gleichzeitig müssen Ersatzstoffe entwickelt und die Hersteller stärker in die Verantwortung genommen werden – auch finanziell. Wer Schadstoffe in Umlauf bringt, muss auch für deren Beseitigung zahlen. Ein wirksamer Schutz der Wasserressourcen hat höchste Priorität.“ 

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