Alles Gute!

Das ILK Dresden ist 60 geworden

60 Jahre industrienahe Spitzenforschung - mit einem Festakt am 31. Mai beging das Institut für Luft- und Kältetechnik Dresden seinen Geburtstag.

ILK Dresden – 60 Jahre industrienahe Spitzenforschung – ein beeindruckender Festakt. Bild: ILK Dresden
ILK Dresden – 60 Jahre industrienahe Spitzenforschung – ein beeindruckender Festakt. Bild: ILK Dresden

Von Daniela Koch, Presse und Kommunikation ILK Dresden

Am 31. Mai feierte das Institut für Luft- und Kältetechnik (ILK) Dresden sein 60jähriges Jubiläum im Internationalen Kongress Zentrum in Dresden. Rund 350 geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie die Mitarbeitenden des Instituts folgten der Einladung und erlebten eine eindrucksvolle Performance.

Gründungsdirektor und Ehrengast Professor Günter Heinrich (92J.) zeigte sich begeistert von der Entwicklung, die das ILK Dresden einerseits inhaltlich, aber vor allem auch in der öffentlichen Wahrnehmung, genommen hat. „60 Jahre ILK Dresden sind 60 Jahre Erfolgsgeschichte.“, so der Visionär.

„Wir sind Fan des ILK Dresden“, sagte Dr. Stefan Jakschik, Vorstandsvorsitzender der ULT AG, in der Podiumsdiskussion und Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, betonte in seinem Grußwort die hohe Bedeutung der gemeinnützigen Forschungsinstitute für den Wirtschaftsstandort Sachsen, aber vor allem auch für ganz Deutschland. Das Gelingen der Energiepolitik hin zu bezahlbaren Preisen für alle, sei der entscheidende Faktor für die Zukunft Deutschlands. Dazu brauche es innovative Forschung und umsetzbare Lösungen und Institute, wie das ILK Dresden, „das weder eingefroren noch unterkühlt, sondern voller Energie und Power ist.“

Zu den weiteren Podiumsgästen von Professor Franzke – Geschäftsführer des Instituts – zählten Martin Dulig - Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Freistaates Sachsen - , Martin Grothkopp – Olympiasieger 4er Bob, Jan Donhauser - Erster Bürgermeister & Beigeordnete für Bildung, Jugend und Sport der Stadt Dresden sowie Lukas Rohleder - Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden. Galant durch die Veranstaltung führte die beliebte MDR-Moderatorin Anja Koebel.

„Spitzenforschung ist vergleichbar mit Spitzensport.“ …

…, so Professor Uwe Franzke. Und so war es kein Zufall, dass Olympiasieger Martin Grothkopp die Keynote übernahm: „Eine Eingebung allein bringt nicht den Olympiasieg und ergibt in der industrienahen Forschung kein belastbares Produkt. Tägliches engagiertes Arbeiten bzw. Trainieren mit Rückschlägen und Zweifeln sind eher die Regel als die Ausnahme.“ Und Franzke: „Unsere engagierten und motivierten Menschen aus dem Bereich der Wissenschaft, des Ingenieurwesens und vieler Berufsgruppen müssen sich immer wieder neu erfinden, kreativ sein, Bewährtes hinterfragen und sich mit Menschen und ihren Talenten bzw. Fähigkeiten vernetzen, um das beste Ergebnis zu erreichen.“

Indem Geschäftsführer Franzke, den „Anschieber“ des Bobschlitten übernahm und Martin Grothkopp auf die Bühne schob, bedankte er sich bei allen „Anschiebern“ des Instituts - bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Ohne die Anschieber von neuen Projekten, kann weder ich als „Steuermann“, noch das Institut „gewinnen“. Jede und Jeder ist auf seiner Position gleich wichtig für den gemeinsamen Erfolg.“

Nachhaltige Lösungen für Wirtschaft und Wissenschaft, Gesellschaft und den Schutz der Erde

Bereits seit der Gründung 1964 ist das ILK Dresden enger Partner der Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft und damit direkter Teil der Wertschöpfungskette.

„Unsere Arbeit richtet sich nach den praktischen Bedürfnissen der Kunden. Damit leisten wir auf der einen Seite einen konkreten Beitrag zur wirtschaftlichen Wertschöpfung. Auf der anderen Seite sind wir selbstverständlich dem Schutz unseres Planeten und der Menschen verpflichtet und suchen nach nachhaltigen Lösungen für den Erhalt unserer Umwelt.“, so Franzke. Schon im Statut von 1964 wurde festgelegt, dass das ILK Dresden die Aufgabe hat, neue Produkte mit langer Lebensdauer bei geringem Material- und Energieverbrauch zu entwickeln.

Die größte Herausforderung: Zeit

In der Zusammenarbeit mit Unternehmen geht es darum, einen Mehrwert zu erreichen und eine Wertschöpfung zu ermöglichen. Das bedeutet häufig kurze Innovationszyklen und es bedeutet zugleich technologieoffen zu forschen und praxisnah zu entwickeln. Aus den lang- und kurzfristigen Forschungsprojekten im Bereich der Grundlagen- und Industrieforschung ergeben sich viele Synergien. Welche Rolle der Aspekt „Zeit“ unter anderem im Bereich der Wärmepumpe spielt, zeigt die Tatsache, dass das ILK Dresden bereits in den 70er Jahren im Bereich der Wärmepumpentechnik forschte und damals wie heute Großprojekte erfolgreich umsetzt.

Unsere Antwort: Technologieoffenheit

Technologieoffenheit bedeutet für uns, dass wir uns beispielsweise einem langfristigen Übergang zu natürlichen Kältemitteln verpflichtet fühlen. Zugleich forschen wir aber auch an chemischen Kältemitteln in Hochtemperatur- wärmepumpen, um z.B. das Problem der Wärmebereitstellung in der Industrie auch kurzfristig lösen zu können.

In Kooperation mit der Firma Leybold baut das ILK Dresden an einer hochmodernen und einer der größten Weltraumsimulationskammer mit. Diese Kammer wird künftig Satelliten - bevor sie im Weltall 500.000 Meter über N.N. zum Einsatz kommen - auf Material- und Technikbeständigkeit testen.

Mit Oberflächengewässern umweltfreundlich Heizen und Kühlen

Auf 12 m über Normal Null geht es um die energieeffiziente Kälte- und Wärmeversorgung der Überseeinsel in Bremen – eine Quartierslösung, „wo Lebensräume für Wohnen, Arbeit, Bildung und Freizeit von Bremens steifer Brise und dem Wasser der Weser mit Energie versorgt werden“.

Hier konzipiert das ILK Dresden mit der patentieren Vakuumeistechnologie nicht nur die Anlage der Kälte- und Wärmeversorgung, sondern setzt sie auch baulich vor Ort um. (Quelle: https://www.ueberseeinsel.de/)

Das Energiekonzept der Überseeinsel Bremen. Grafik: ILK
Das Energiekonzept der Überseeinsel Bremen. Grafik: WPD/ILK

 

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