Die Bauindustrie muss grüner und smarter werden, sagte Prof. Dr.-Ing. Cornelius Preidel, Vorstandsvorsitzender bei buildingSMART Deutschland, in seiner Willkommensrede zur Eröffnung des BuildingSmart International Summit, der in diesem Jahr in Berlin stattfindet. Unverzichtbar dabei ist natürlich die Digitalisierung - das Feld, das BuildingSMART seit seiner Gründung im Jahr 1995 mit sichtbarem Erfolg beackert.
Mit 725 Teilnehmenden aus 49 Ländern ist der Summit auch Ausdruck des Wachstums der Organisation rund um die Digitalisierung des Bauwesens, die weltweit eine stetig wachsende Zahl von Ortsverbänden unterhält, freut sich Alfred Waschl, Vorstandsvorsitzender von buildingSMART International. Unter den Teilnehmerländern sind etwa Schweden, Hongkong und Singapore. Die Länder, die die meisten Fachleute und Interssierte entsandt haben, sind beispielsweise die Schweiz, Norwegen, Italien, UK, US, Niederlande, China mit 44, Japan mit 58, und natürlich Deutschland mit über 230 Menschen aus der Fachcommunity.
BIM, offene Standards, IPA, digitale Zwillinge
Die Konferenz betrachtet Schwerpunktthemen wie Nachhaltigkeit, die Chancen, Einsatzmöglichkeiten und Risiken für Künstliche Intelligenz sowie die Auswirkungen der Digitalisierung etwa auf Baugenehmigungsprozesse.
Einblicke in praktische BIM-Anwendungsfälle geben Präsentationen zur Anwendung des von BuildingSMART fortentwickelten Open BIM Standards bei der Erweiterung des Bundeskanzleramtes (Fertigstellung geplant für 2028), zu Erfahrungen beim Arbeiten mit Open BIM mit der partnerschaftschaftlichen Modell der Integrierten Projektabwicklung beim Neubau des DB-Bahnwerks Cottbus, das nach Rekordbauzeit 2026 fertig sein soll, oder der Vorbereitung der Bauprozesse für den NordOstLink, eine 190 km lange erdverlegte Gleichstromverbindung zwischen Off-Shore-Windanlagen vor Schleswig-Holstein und Windkraftanlagen in Mecklenburg-Vorpommern, mit deren Bau 2028 begonnen wird.
30 Jahre BuildingSMART
Der erste Konferenztag wird von der Geburtstagsparty „30 Jahre buildingSMART” beschlossen, zu der um die 300 Gäste erwartet werden. Neben Grußworten zu Rück- und Ausblicken auf digitale Entwicklungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft soll es dabei einige Überraschungen geben.
Die Konferenz mit Präsentationen und Workshops, Paneldiskussionen und Praxisberichten läuft noch bis zum 24. September.
























