Kritischen Temperaturen auf der Spur

Zentral erwärmtes Trinkwasser soll möglichst schnell an einer endständigen Armatur zur Verfügung stehen. Zugleich soll Kaltwasser möglichst unter dem Grenzwert von 25 °C bleiben, um einer Kontamination der Trinkwasserinstallation entgegen zu wirken. Eine unerwünschte Wärmeübertragung von PWH auf PWC1) in Technikzentrale, Schacht, Zwischendecke oder Vorwand ist jedoch in der Praxishäufig ein Hindernis und sorgt für eine Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
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So sollte es sein: Spätestens nach 30 s Fließzeit strömt Kaltwasser (links) unterhalb von 25 °C und Warmwasser (rechts) mit 60 °C aus der Armatur. Bild: Geberit
So sollte es sein: Spätestens nach 30 s Fließzeit strömt Kaltwasser (links) unterhalb von 25 °C und Warmwasser (rechts) mit 60 °C aus der Armatur. Bild: Geberit

Bereits in der Planungsphase müssen etliche Regeln beachtet werden, damit in der Trinkwasserinstallation Kaltwasser möglichst kühler als 25 °C bleibt und Warmwasser in der Zirkulation 55 °C nicht unterschreitet. Die Erstellung von Zapfprofilen lässt Rückschlüsse zu auf Fehler in der Anlagentechnik als Ursache dafür, dass Temperaturen in kritische Bereiche geraten.

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Pascal Lehmler

Pascal Lehmler
Produktmanager, Rohrleitungssysteme, Geberit Vertriebs GmbH, Pfullendorf

· Artikel im Heft ·

Kritischen Temperaturen auf der Spur
Seite 17 bis 19
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