Im modernen Wohnungsbau gilt die strombasierte Wärmepumpe inzwischen als Standard. In der Praxis zeigt sich jedoch oft ein Effizienzproblem: Je höher die benötigte Vorlauftemperatur, desto geringer die Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Soll die Wärmepumpe auch das Trinkwasser zentral erwärmen, sind aus Hygienegründen zur Vermeidung von Legionellen permanent hohe Temperaturen von über 60 °C erforderlich. Dies führt zu massiven Energieverlusten bei Speicherung und Verteilung des Wassers und reduziert gleichzeitig die Jahresarbeitszahl der Anlage.

Energie sparen durch Trennung von Heizung und Warmwasser
Der entscheidende Hebel für Eigentümer ist die Entkopplung der Systeme: Die Wärmepumpe liefert lediglich Niedrigtemperaturen (28 bis 35 °C) für die Heizung, während das Warmwasser dezentral und bedarfsgerecht per E-Durchlauferhitzer erzeugt wird.

Der Vorteil: Es wird nur so viel Wasser erwärmt, wie tatsächlich verbraucht wird. Leitungsverluste und die Pflicht zur regelmäßigen Legionellenprüfung in Großanlagen entfallen. Diese Trennung kann den Gesamtenergiebedarf um mindestens 40 % senken.

„Nine West Living“ in Falkensee
Wie dieses Konzept im großen Stil funktioniert, zeigt das Neubauquartier „Nine West Living“ bei Berlin. Auf einer Fläche von 317 Wohnungen setzt der Projektentwickler auf ein ganzheitliches Ressourcenkonzept:
- Heizung: Luft/Wasser-Wärmepumpen sorgen für die Raumheizung in den einzelnen Häusern. PV-Anlagen auf den Dächern liefern dafür den Strom.
- Warmwasser: Insgesamt 337 E-Komfort-Durchlauferhitzer (Typ DCX Next) von Clage stellen in den Bädern und Küchen die Warmwasserversorgung sicher.
Zukunftssicherheit durch smarte Technik
Für Immobilienbesitzer ist die Wahl der Technik auch eine Frage der Instandhaltung. Die in Falkensee eingesetzten Durchlauferhitzer verfügen über ein Blankdraht-Heizsystem IES®. Dieses minimiert Verkalkungen und verlängert die Lebensdauer. Zudem ermöglichen flexible Montageoptionen eine schnelle und einfache Installation, auch diskret hinter Revisionsklappen. Dank präziser Sensortechnik halten die Geräte die Temperatur auch bei schwankendem Wasserdruck konstant und sind ideal für den Einsatz mit modernen Spararmaturen geeignet.
Eine Information der Clage GmbH, Lüneburg
Vorteile für Vermieter
Geringere Baukosten: Keine teuren Warmwasser-Zirkulationsleitungen und keine großen Speicher nötig.
Keine Legionellenbeprobung: Dezentrale Systeme unterliegen in der Regel nicht der Untersuchungspflicht gemäß Trinkwasserverordnung.
Mehr Komfort: Mieter können zu jeder Zeit sofort in Wunschtemperatur duschen, ohne Vorwärmzeiten und Energieverluste.
Höherer Wirkungsgrad: Die Wärmepumpe arbeitet im optimalen Niedrigtemperatur-Bereich und damit deutlich effizienter.
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