Moderne Sanitärtechnik für vielseitigen Spiel- und Aktionspark
Auf dem Gelände des Otto-Dullenkopf-Parks erwartet die Besucher ein breites Spektrum an Aktivitäten, das Bewegung, Kreativität und kulturelles Engagement verbindet. Zirkuszelte, Bauwagen, Holzbuden, Parkour-Anlagen, Beachvolleyballplätze, Dirt Bike Trails, Hochbeete und Spielwiesen machen das Gelände zu einem Ort, an dem junge Menschen ihre Interessen aktiv ausleben können. Ein zentraler Bestandteil des Parks ist der Kinder- und Jugendzirkus Maccaroni, der als Projekt des Aktions- und Zirkusbüros regelmäßig Trainings, offene Workshops und Ferienprojekte anbietet. Hier können Kinder ab drei Jahren im Eltern-Kind-Training, junge Kinder im offenen Zirkustraining „Manege frei!“ und Jugendliche im Jugendensemble oder Open Space ab 18 Jahren ihre Fähigkeiten in Artistik, Bewegung und kreativem Ausdruck entwickeln.
Die neu gestaltete „halle76“, umgebaut aus den ehemaligen Busdepothallen, bietet ganzjährige Trainings- und Projektflächen für Artistik, Tricking, Tanz sowie Übungs- und Veranstaltungsräume für Gruppen- und Seminartätigkeiten. Sie ermöglicht inzwischen auch während der Wintermonate eine kontinuierliche Nutzung und ist Ergebnis eines intensiven Beteiligungsprozesses, bei dem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aktiv in Planung und Nutzung einbezogen werden. Wöchentlich nehmen zwischen 300 und 400 Kinder und Jugendliche an den verschiedenen Angeboten teil, in den Ferien werden täglich bis zu 300 Teilnehmer betreut. Diese hohe Frequentierung stellt besonders an die Sanitäranlagen große Anforderungen. Im Rahmen der Sanierung musste sichergestellt werden, dass die Sanitärtechnik nicht nur funktional, sondern auch wartungsarm, zuverlässig und hygienisch einwandfrei funktioniert. Gerade bei einem solchen intensiven Nutzungsprofil ist eine technische Lösung unverzichtbar, die sowohl Sicherheit als auch Effizienz bietet.
Komplexe Anforderungen an Sanitär und Betrieb
Die Sanierung des 2.235 m² großen Hallenbaus im ehemaligen Busdepot und der Verwaltungsgebäude aus den 1930er-Jahren stellte die Sanitärtechnik vor zahlreiche Herausforderungen. Die Trinkwasserinstallation muss so ausgelegt werden, dass die Hygienestandards jederzeit eingehalten werden – im Hochbetrieb während der Schulferien, aber auch bei geringer Nutzung während der Betriebsferien.
In Zeiten geringer Nutzung birgt stagnierendes Wasser ein erhebliches hygienisches Risiko, da sich Bakterien wie Legionellen darin besonders gut vermehren können. Bildet sich eine gefährliche Konzentration von Bakterien, bedeutet das für die Kinder und Jugendliche ein ernstzunehmendes gesundheitliches Risiko. Zudem musste die Nutzerhygiene optimiert werden, da die Sanitäranlagen täglich von einer großen Anzahl junger Besucher genutzt werden. Das Risiko von Kontaktinfektionen sollte minimiert werden, ohne den täglichen Betrieb einzuschränken. Ein weiteres wesentliches Kriterium war der Verbrühungsschutz, da die Sanitärbereiche auch von Kindergarten- und Schulkindern frequentiert werden. Die Betreiber mussten also eine Lösung finden, die Trinkwasserqualität, Sicherheit, Komfort und Effizienz zugleich sicherstellt, ohne dass dauerhaft zusätzliche personelle Ressourcen gebunden werden.
Intelligentes Wassermanagement für maximale Hygiene
Für höchste Hygienestandards in den neuen Sanitärbereichen setzt der Betreiber des Otto-Dullenkopf-Parks auf das Schell Wassermanagement-System SWS. Das System vernetzt sämtliche elektronischen Armaturen – von den Waschtischarmaturen über die Duschpaneele bis hin zu den Urinalsteuerungen – zu intelligent steuerbaren Spülgruppen. Diese lassen sich zentral konfigurieren und ermöglichen zeitlich exakt gesteuerte, vollautomatische Stagnationsspülungen, die selbst bei stark schwankenden Nutzungsfrequenzen einen normgerechten Wasserwechsel sicherstellen. Durch die Gleichzeitigkeit der Spülungen werden hohe Volumenströme erzeugt, die turbulente Strömungsverhältnisse im Leitungssystem begünstigen. Damit wird das Risiko von Biofilmaufwuchs und mikrobiellen Belastungen minimiert – eine wesentliche Voraussetzung zur Einhaltung der hygienischen Anforderungen nach der Trinkwasserverordnung sowie VDI 6023 Blatt 1.

Alle Spülvorgänge, Temperaturverläufe und Anlagenzustände werden lückenlos dokumentiert und können über den zentralen SWSServer mit der SWS Software online abgerufen werden. Dadurch entfällt nicht nur der manuelle Kontrollaufwand. Die Betreiber erhalten zugleich einen gerichtsfesten Nachweis aller Maßnahmen zur Sicherung der Trinkwassergüte und erfüllen damit ihre Nachweisplicht gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung. Funktionen wie Alarmmeldungen, Temperaturüberwachung und die Möglichkeit, mehrere Gebäudeabschnitte separat zu verwalten, verschaffen eine hohe Betriebssicherheit. Für die Stadt Karlsruhe sorgt das Schell Wassermanagement-System SWS für eine langfristige Absicherung der Trinkwasserqualität – ohne hohen technischen oder personellen Aufwand.
Berührungslose Armaturen für maximale Nutzerhygiene
Die Auswahl der Sanitärtechnik folgte klaren Prioritäten: maximale Nutzerhygiene, hoher Komfort und zuverlässiger Verbrühungsschutz für eine sehr junge Zielgruppe. An den Waschtischen kamen daher insgesamt elf elektronische Xeris E-T HD-M Armaturen zum Einsatz, deren Infrarot-Sensorsteuerung eine hygienische, berührungslose Nutzung ermöglicht. Das reduziert Kontaktinfektionsrisiken auch in Bereichen deutlich, in denen in hoch frequentierten Zeiten mehrere hundert Kinder und Jugendliche verkehren. Die Armaturen sind darüber hinaus für hohe Beanspruchungen ausgelegt, verfügen über robuste Ganzmetall-Gehäuse und arbeiten dank präziser Sensortechnik äußerst ressourceneffizient. Nur wenn Hände im Erfassungsbereich sind, fließt Wasser – dies ermöglicht im Vergleich zu regulären Einhebelmischern bis zu 70 % Wasserersparnis. Zudem werden durch weniger Warmwasserverbrauch Energie und Kosten gespart.

Die integrierte ThermoProtect-Technologie sorgt für einen zuverlässigen, gradgenauen Verbrühungsschutz, indem sie die Wassertemperatur bei Druckschwankungen konstant hält und den Wasserfluss bei Ausfall der Kaltwasserversorgung automatisch stoppt. „Der Verbrühungsschutz war bei der Planung der Sanitäranlagen ein zentrales Thema, da viele kleine Kinder die Armaturen nutzen“, erklärt Markus Mohr, verantwortlicher Vertriebsbeauftragter Technik, Planer, Handwerk bei Schell. „Mit unseren Produkten ist sichergestellt, dass die Temperatur konstant bleibt und die Kinder vor zu heißem Wasser geschützt sind – ohne, dass Personal eingreifen muss.“

In den Herrentoiletten wurden vier Urinalsteuerungen des Modells Edition E in Kombination mit Urinal-Modulen Montus installiert. Die elektronischen Urinalsteuerungen mit Infrarotsensor sorgen für eine hygienische und wassersparende Spülauslösung ohne eine manuelle Betätigung.

Moderne Duschtechnik für sicheren, komfortablen Betrieb
Auch im Duschbereich wurde Wert auf Sicherheit, Komfort und Belastbarkeit gelegt. Die installierten Linus DP-C-T Duschpaneele und Linus D-C-T Unterputz-Duschen mit integrierter CVD-Touch-Elektronik gewährleisten eine intuitive, berührungsarme Nutzung mit automatischer Abschaltung nach voreingestellter Zeit. So lassen sich Wasser- und Energieverbrauch nachhaltig reduzieren.

Der thermostatische Verbrühungsschutz hält die Duschtemperatur innerhalb sicherer Grenzen – auch hier ein unverzichtbares Sicherheitsmerkmal. Ergänzt wird die Ausstattung durch VITUS Brausegarnituren und vandalengeschützte Comfort Flex Duschköpfe sowie Handbrausen mit Softstrahl, die ein angenehmes Duscherlebnis ermöglichen und besonders wartungsarm sind. Dank kalkresistenter Antikalknoppen reduziert sich der Reinigungsaufwand erheblich. Gerade bei der jungen Zielgruppe ist es wichtig, dass die Technik nicht nur zuverlässig schützt, sondern sich auch intuitiv bedienen lässt. Nur so können Sicherheit, Komfort und eine nachhaltige Nutzung wirklich gewährleistet werden.

Effizienz, Hygiene und Sicherheit in einem System
Die Kombination aus dem Wassermanagement-System SWS und elektronischen Armaturen bildet die Grundlage für ein ganzheitliches Sanitärkonzept, das höchsten Anforderungen an Hygiene, Sicherheit und Nutzerkomfort gerecht wird. Automatisierte Stagnationsspülungen, berührungslose Armaturen und thermostatischer Verbrühungsschutz sorgen dafür, dass Kinder und Jugendliche jederzeit in einer sicheren und hygienischen Umgebung Sanitäranlagen nutzen können. Gleichzeitig reduziert das Wassermanagement-System SWS mit vernetzten elektronischen Armaturen, zentraler Steuerung und automatisierten Stagnationsspülungen den Personalaufwand für Überwachung und Wartung erheblich, während gleichzeitig Wasser und Energie gespart werden. Mit dem innovativen Sanitärkonzept von Schell ist der Park bestens für die Zukunft gerüstet und bleibt ein lebendiger Treffpunkt, an dem Kinder und Jugendliche ihre Ideen und Interessen aktiv entfalten können.
Eine Information der Schell GmbH & Co. KG, Olpe
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Beitrag als PDF herunterladen | 138.74 KB |
· Artikel im Heft ·















