Heidelberger Stadtquartier „Elf Freunde“

Moderne Lüftungstechnik versorgt weltweit größte Passivhaussiedlung

In der Heidelberger Bahnstadt, der derzeit weltweit größten Passivhaussiedlung, entstand mit „Elf Freunde“ ein neues, gemischt genutztes Quartier mit Neubauten, die gemäß Passivhausstandard ohne klassische Heizung errichtet wurden. Damit keine Wärmeenergie über Fensterlüftung verloren geht, kommt die Frischluft über Lüftungsanlagen in die Räume. Die Verantwortlichen des neuen Stadtquartiers entschieden sich bei ihrem Projekt für den Einbau hocheffizienter Airflow Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung sowie 169 Smart Box Übergabemodule.

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Das 2025 vollendete Quartier „Elf Freunde“, ein Projekt der Deutsche Wohnwerte GmbH & Co. KG, schließt in der Heidelberger Bahnstadt eine städtebauliche Lücke. Auf jedem der elf Gebäude wurde ein hocheffizientes Duplex 3500 Multi Eco-N Lüftungsgerät von Airflow verbaut. Bild: Deutsche Wohnwerte/Heberger Gruppe Marcus Medwed
Das 2025 vollendete Quartier „Elf Freunde“, ein Projekt der Deutsche Wohnwerte GmbH & Co. KG, schließt in der Heidelberger Bahnstadt eine städtebauliche Lücke. Auf jedem der elf Gebäude wurde ein hocheffizientes Duplex 3500 Multi Eco-N Lüftungsgerät von Airflow verbaut. Bild: Deutsche Wohnwerte/Heberger Gruppe Marcus Medwed

Nur wenige Gehminuten vom Heidelberger Hauptbahnhof entfernt erstreckt sich die Bahnstadt, die weltweit größte Passivhaussiedlung, auf dem Areal eines ehemaligen Güterbahnhofs. Zwischen Supermärkten, Geschäften und Spielplätzen trifft hier geradlinige Architektur auf clevere Energiekonzepte. Das 2025 vollendete Quartier „Elf Freunde“, ein Projekt der Deutsche Wohnwerte GmbH & Co. KG, schließt eine städtebauliche Lücke entlang der Verbindung zwischen dem neuen Heidelberger Congress Center, dem spektakulären Atlantic Hotel am Europaplatz und dem Hauptbahnhof. Das Vorhaben stellte die Verantwortlichen vor eine Vielzahl anspruchsvoller und zugleich interessanter Probleme: „Ein Passivhaus-Quartier bauen zu dürfen, auch in Anbetracht der gestalterischen Aspekte, war eine Herausforderung, die uns alle gereizt hat“, erzählt Sebastian Grüber, Technischer Senior Projektleiter der Deutsche Wohnwerte GmbH & Co. KG.

Der Name „Elf Freunde“ bezieht sich übrigens nicht nur auf den gemeinschaftlichen Charakter des neuen Quartiers, sondern auch auf die architektonischen Merkmale: Die insgesamt elf Gebäude beherbergen 166 Eigentumswohnungen und drei Gewerbeeinheiten. Elf perfekt aufeinander abgestimmte Farbnuancen prägen die Gestaltung. Das Wohnquartier ist als eine aus mehreren Teilen zusammengesetzte Einheit erkennbar. Unterschiedlich hohe Gebäudekubaturen lassen Assoziationen an eine in der Höhe variierende Skyline entstehen. So bilden die „Elf Freunde“ ein besonderes optisches Highlight inmitten der hochmodernen Bahnstadt.

Mit einem neuen, gemischt genutzten Stadtquartier entstand in der Heidelberger Bahnstadt ein wegweisendes Beispiel für modernes, nachhaltiges anspruchsvolles Bauen und gleichzeitig die weltweit größte Passivhaussiedlung. Bild: Deutsche Wohnwerte/Claus Grauber

Gesundes Raumklima in Passivhäusern

Der Wärmebedarf von Passivhäusern wird in der Regel durch „passive“ Quellen wie Sonneneinstrahlung sowie Abwärme von Personen und technischen Geräten gedeckt.

Laut Zertifizierungskriterien darf der Heizwärmebedarf einen Wert von 15 kWh/m2a nicht übersteigen. Damit diese Wärmeenergie ausreicht, muss ein optimaler Transmissionswärmeschutz gegeben sein. Fenster werden in der Regel dreifach verglast und Wände und Dach optimal gedämmt. Eine solche Gebäudehülle ist damit so gut wie luftdicht. Um dennoch ein gesundes Raumklima mit regelmäßigem Luftwechsel sicherzustellen, ist der Einbau einer hochwertigen Lüftungsanlage mit hohem Wärmerückgewinnungsgrad essentiell.

Leistungsstarke Geräte für energieeffiziente Luftzufuhr

Bei der Auswahl der Lüftungsgeräte für das neue Quartier in der Bahnstadt mussten nicht nur funktionale, sondern auch ästhetische Aspekte berücksichtigt werden. Deswegen entschieden sich die zuständigen TGA-Planer für elf Duplex 3500 Multi Eco-N Geräte. „Mit unseren liegenden Lüftungsgeräten der Multi Eco-N Reihe bieten wir im Kompaktgerätebereich eine Besonderheit im Markt, die für diese Problemstellung die perfekte Lösung darstellte“, erklärt Matthias Ziegler, Verkaufsberater Lüftungsgeräte bei Airflow. Die zentralen Kompakt-Lüftungsgeräte besitzen einen hocheffizienten Gegenstromwärmetauscher mit einem Wärmerückgewinnungsgrad bis 93 % und stellen einen Volumenstrom bis max. 3.050 m3/h nach ErP 2018 bereit. Pro Gebäude wurde jeweils ein Gerät auf dem Dach installiert.

Die zentralen Lüftungsgeräte der Serie Multi Eco wurden speziell für die gestiegenen Anforderungen moderner und energiesparender Gebäudetechnik entworfen. Die wetterfesten Geräte wurden auf dem Dach montiert und sind die ideale Wahl für Projekte  in nachhaltiger Bauweise. Dank der liegenden Bauweise sind die Geräte zudem optisch äußerst unauffällig. Bild: Airflow

Aufgrund der Größe des Bauvorhabens wurden die insgesamt 169 Smart Boxen im Laufe des Projekts nach und nach bestellt und verbaut. Die praktischen Übergabemodule wurden vorgefertigt auf einem Gestell geliefert. So konnten sie einfach und schnell in die Schächte geschraubt und an die Lüftungskanäle und das Stromnetz angeschlossen werden. Weitere Eingriffe in die Bausubstanz waren nicht erforderlich. In der Regel wurde pro Wohnung eine Smart Box angebracht. Insgesamt können bis zu 100 von ihnen über ein zentrales Lüftungsgerät versorgt werden.

Kluge Technik, kompakt gebündelt

Der allgemeine Luftaustausch erfolgt über zentrale Versorgungskanäle, während die Smart Boxen die Frischluftmenge in jeder Wohnung individuell regeln. Jede dieser Boxen ist mit einem eigenen Mess- und Regelsystem ausgestattet, das eine individuelle Anpassung der Lüftung sowie optionaler Komponenten wie Sensoren, Heizregister, Zonenklappen usw. ermöglicht. Zur Steuerung und Datenerfassung werden die Boxen per LAN-Kabel mit dem Gebäudeleitsystem verbunden. Alternativ lassen sich die erfassten Daten in WLAN-Switches speichern und drahtlos in die Cloud übertragen. Alle Einheiten sind über ein geschlossenes Kommunikationsnetz miteinander verknüpft. Die Übergabemodule stehen dabei sowohl mit dem jeweiligen zentralen Lüftungsgerät als auch untereinander in Verbindung und sorgen so für eine schnelle Reaktion auf veränderte Lüftungsanforderungen. Das ermöglicht eine laufende Optimierung des gesamten Systems und sorgt für einen effizienten Betrieb.

Als Teil eines Komplettsystems dienen die SMART Boxen als Übergabemodule der unabhängigen Regelung von Zu- und Abluft im Mehrgeschossbau. Die SMART Box besteht aus zwei eigenständigen Rohren inklusive Mess- und Regeleinrichtung und einer Steuerungsbox, die mithilfe eines Tragrahmens miteinander verbunden werden können. Bild: Airflow

Ein weiterer Vorteil der cloudbasierten Steuerung: Jedes Lüftungsgerät wird mit einer individuellen ID in der Cloud registriert. Das erlaubt eine unkomplizierte Fernwartung. Etwaige Störmeldungen werden automatisch per E-Mail vom Gerät an den Betreiber gesendet. Die erfassten Werte können präzise geprüft und mögliche Fehler schnell durch einen Experten aus der Ferne behoben werden.

Die Steuerung der einzelnen Smart Boxen erfolgt über die Service-Cloud mittels eines integrierten Webservers, der auf allen gängigen Endgeräten – ob Smartphone, Tablet oder Laptop – nutzbar ist. So können Betreiber über die Box bei Bedarf zusätzliche Luft vom Lüftungsgerät anfordern. Sobald die gewünschte Luftmenge erreicht ist, wird der Zustand automatisch gehalten. Diese individuelle Steuerung macht die Luftzufuhr gleichzeitig bedarfsgerecht und energieeffizient.

Fazit

Mit dem gemischt genutzten Quartier „Elf Freunde“ ist in der Heidelberger Bahnstadt ein wegweisendes Beispiel für modernes, nachhaltiges und zugleich architektonisch anspruchsvolles Bauen entstanden. Die Integration der Lüftungstechnik von Airflow, bestehend aus elf zentralen Duplex 3500 Multi Eco-N und 169 dezentralen Smart Box Übergabemodulen, sorgt für eine energieeffiziente und bedarfsgerechte Frischluftversorgung in allen 166 Wohnungen und künftig auch in den drei Gewerbeeinheiten. „Mit den ausgewählten Geräten haben wir nicht nur eine kompakte, optisch ansprechende und auf dem Dach positionierbare Lüftungslösung mit eigener Regelungseinheit je Haus“, so Sebastian Grüber. „Das Besondere ist die Komplettlösung, die Airflow mit der Kombination aus Duplex Multi Eco und Smart Boxen anbietet. Damit kann die Luftversorgung jeder Wohneinheit einzeln gesteuert, und vor allem ferngewartet werden – ein entscheidender Vorteil für den Betrieb des Quartiers.“

Eine Information der Airflow Lufttechnik GmbH, Rheinbach

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· Artikel im Heft ·

Moderne Lüftungstechnik versorgt weltweit größte Passivhaussiedlung
Seite 98 bis 99
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