Die Einschränkungen durch die Corona-Krise machen sich auch in der Heizungsbranche bemerkbar. Dennoch blickt der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) verhalten optimistisch in die Zukunft: „Das zweite Quartal ist in unserem Segment eher ein schwaches Quartal. Derzeit läuft es ordentlich, es besteht noch die Chance, dass wir ein gutes Jahr hinbekommen. Investitionen in unserem Bereich werden in der Regel nicht ausgesetzt, sondern verschoben", betont Frederic Leers, Pressesprecher des BDH.
13 % aller deutschen Hausbesitzer planen innerhalb der nächsten zwei Jahre einen Heizungstausch. Der Umfrage zufolge stehen bei der Modernisierungsentscheidung Umweltaspekte im Vordergrund. Rund zwei von drei Eigentümern (63 %) wollen erneuerbare Energien nutzen, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, 18 % wollen Kosten sparen. Wer sich über die Möglichkeiten einer Heizungsmodernisierung informieren möchte, tut dies am ehesten bei einem Heizungsfachbetrieb (86 %). Auch Ausstellungen sind eine gefragte Informationsquelle (42 %). Im Internet informieren sich 37 %, im Baumarkt 13 %.
Rund 58 % der Hauseigentümer schätzen die eigene Heizung jedoch noch nicht als alt genug für einen Austausch ein. Experten hingegen gehen davon aus, dass derzeit nur jede fünfte Heizung effizient und in Kombination mit erneuerbaren Energien arbeitet. Für viele Eigentümer würde es sich also schon jetzt lohnen, die alte Heizung auszutauschen und von der Förderung des Klimapaketes zu profitieren. Alle weiteren Infos zu diesen Themen bietet die Seite www.intelligent-heizen.info.
Fossile Energieträger weiterhin im Trend
Bei einer neuen Heizung sind fossile Energieträgern weiter eine Option. Für nur 14 % ist die Unabhängigkeit von endlichen Gas- und Ölvorkommen ein entscheidender Aspekt. Die bevorzugte Heiztechnik mit erneuerbaren Energien ist demnach für mehr als ein Drittel (35 %) eine hybride Gasheizung mit Solarthermie. 10 % würden Solarthermie mit einer Ölheizung kombinieren. Mehr als jeder Vierte (27 %) nannte die Wärmepumpe auf Basis von Strom und Umweltwärme als bevorzugte Technik. Die Pelletheizung erreicht 14 %.
Die Umfrage zeigt: Neben den Umweltaspekten schauen Eigentümer bei der Modernisierungsentscheidung auch stark auf die Verfügbarkeit des Energieträgers am Gebäudestandort. Das erklärt die weiterhin hohe Akzeptanz für fossile Energieträger. Hinzu kommt, dass Biomasse-Heizungen oder Wärmepumpen meist wesentlich höhere Investitionskosten nach sich ziehen und auch aus technischen Gründen nicht immer realisierbar sind. Der Hybridheizung kommt deshalb in den nächsten Jahren eine besondere Rolle zu.














