Startschuss zum Einbau von Smartmetern

Startschuss zum Einbau von Smartmetern

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellte am 31.01. die „technische Möglichkeit zum Einbau intelligenter Messsysteme nach § 30 Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)“ fest, auch Markterklärung genannt. Damit sind die Messstellenbetreiber nun gesetzlich zum Rollout intelligenter Messsysteme verpflichtet.

Ablesen des Smart Meters mit dem Smartphone (Foto: CO2-Online)
Smart Meter (Foto: CO2-Online)

Hierzu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung: „Der BDEW begrüßt, dass mit der Markterklärung nun endlich die Voraussetzungen für den gesetzlich vorgeschriebenen Rollout intelligenter Messsysteme vorliegen. Die Markterklärung ist ein wichtiger Schritt hin zur notwendigen Etablierung intelligenter Stromnetze (smart grids). Die Energiebranche hat in den letzten Jahren bereits umfangreich in die Vorbereitungen für den Rollout intelligenter Messsysteme investiert. Wichtig ist, dass mit der Markterklärung eine transparente und rechtssichere Grundlage für die Investitionen der Unternehmen geschaffen wird.

Die intelligenten Messsysteme in Deutschland zeichnen sich durch einen – politisch vorgegebenen - besonders hohen Standard von Datenschutz und Datensicherheit aus. Die Bundesregierung und das Bundeswirtschaftsministerium wie auch die umsetzenden Behörden sind daher aufgefordert auch ihrerseits, die Bürger über den Nutzen intelligenter Messsysteme für die Energiewende aufzuklären.

Intelligente Messsysteme bieten auch für die Kunden viel Potenzial, das jedoch weiter erschlossen werden muss. Damit die Kunden von den Vorteilen intelligenter Messsysteme profitieren können, muss die Technologie jetzt schnell weiter verbessert werden. Hier ist es an der Politik, die richtigen Weichen zu stellen.“ Das Bundeswirtschaftsministerium hat zum Einbau von intelligenten Messsystemen einen Frage-Antwort-Katalog und einen Informations-Flyer bereitgestellt.

Mieter und Eigentümer können mit Smart Metern ihren Energieverbrauch und ihre CO2-Emssionen deutlich senken. Darauf weist die Kampagne „Meine Heizung kann mehr“ der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online hin. Beim Einsatz von Smart Metern ist allerdings einiges zu beachten. Wichtig ist vor allem, die laufenden und einmaligen Kosten für ein Smart Meter zu prüfen – und mit dem persönlichen Sparpotenzial zu vergleichen.

Ein Strom-Smart-Meter für einen durchschnittlichen Haushalt mit vier Personen im Einfamilienhaus kostet pro Jahr in der Regel maximal 60 Euro. Das Sparpotenzial liegt laut Studien im Schnitt bei 60 bis 150 Euro. Pro Haushalt können zwischen 100 und 260 kg CO2 vermieden werden. 

Mieter und Eigentümer können ihr Stromsparpotenzial zum Beispiel auf https://www.co2online.de/smart-meter überprüfen. Außerdem sind zusätzliche Kosten möglich: vor allem durch einen Umbau des Zählerkastens. Das ist laut Verbraucherzentrale bei etwa einem Viertel aller Haushalte nötig.

Wer Eigentümer oder Mieter einer Wohnung oder eines Hauses ist, kann auch freiwillig ein Smart Meter einbauen lassen. Mieter können das für Strom noch bis Ende des Jahres selbst entscheiden. Danach ist es Sache des Vermieters.