Siemens-Campus in Zug eröffnet

Siemens-Campus in Zug eröffnet

Nach zweijähriger Bauzeit weihte die Siemens AG am 5. Dezember 2018 ihren neuen Campus im Schweizer Kanton Zug ein. Der Campus ist internationaler Hauptsitz von Siemens Division Building Technologies (BT).

Zum neuen Campus von Building Technologies in Zug gehören ein neues Bürogebäude mit 1000 Arbeitsplätzen und ein neu erstelltes Produktionsgebäude. Der neue Campus ist eines der ersten Neubauprojekte, bei dem Building Information Modeling (BIM) in Planung und Realisierung zum Einsatz kam. Zudem wurde der Campuskomplex mit Gebäudeautomation, Sicherheits- und Brandschutztechnik von Siemens BT ausgestattet und besonderer Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz der Gebäude gelegt (Bild: www.siemens.com/presse)

Ein neues Bürogebäude mit 1.000 Arbeitsplätzen sowie ein neu erstelltes Produktionsgebäude gehören zum Campus. 250 Millionen Schweizer Franken beträgt das Investitionsvolumen für Neubauten, Renovierungen und damit verbundene Maßnahmen. Siemens stattet die Gebäude als Referenzprojekte mit entsprechender Gebäudetechnik aus.

Von Mai 2016 bis Juli 2018 lief die Bauzeit für Büro- und Produktionsgebäude. Building Information Modeling (BIM) kam bei der Planung und Realisierung bei dem Neubauprojekt zum Einsatz. Der Digitale Zwilling, ein 3D-Modell des Gebäudes, angereichert mit technischen Informationen, die für den späteren Betrieb relevant sind, ist Grundlage für eine effiziente, kostenoptimierte und vorausschauende Bewirtschaftung eines Gebäudes. Das Bürogebäude erhielt eine LEED-Platin-Zertifizierung; das Produktionsgebäude erfüllt die Kriterien für die Gold-Zertifizierung.

Referenzprojekt für smarte Gebäude

„Im nächsten Jahr wird die Gebäudetechnik als Kernelement in die neue Operating Company Smart Infrastructure (SI) eingehen. Deren weltweites Headquarter wird dann auch hier in Zug sein“, kündigte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG, an. Zug ist seit 1998 Standort von Siemens Building Technologies, die mit 29.000 Mitarbeitern im letzten Geschäftsjahr weltweit einen Umsatz von 6,6 Mrd. € erzielt hat. Für BT arbeiten in Zug 1.700 Mitarbeiter.

„Wir bieten das komplette Sortiment von Gebäudetechnologien für Brandmelde-, Sicherheits- und Automatisierungslösungen an, um Nachhaltigkeit, Gesamtbetriebskosten und die Benutzererfahrung in Gebäuden zu optimieren. Smarte Gebäude basieren auf der umfassenden Analyse und Nutzung digitaler Gebäudedaten“, sagte Matthias Rebellius, CEO Siemens Building Technologies. Er bezeichnete den Campus als eine Referenz für die Chancen der Digitalisierung in der Gebäudetechnik, für Energieeffizienz und für zukunftsorientiertes Arbeiten.

 Verzicht auf fossile Brennstoffe

Ausgestattet ist der Campuskomplex mit Gebäudeautomation, Sicherheits- und Brandschutztechnik von Siemens BT. Auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz der Gebäude wurde besonderer Wert gelegt. Der Energieverbrauch und alle Gewerke der Gebäudetechnik werden durch ein integriertes Gebäudeautomationssystem mit Energieoptimierung – basierend auf der integrierten Gebäudemanagement-Plattform Desigo CC – gesteuert.

Als Wärmequelle beziehungsweise zur direkten Kühlung nutzen energieeffiziente Wärmepumpen Wasser aus dem Zugersee. Zur Energieerzeugung nutzen die Gebäude des Campus keine fossilen Brennstoffe. Die Anlagen für Heizung, Lüftung und Klima sind mit Wärme- und Kälterückgewinnungssystemen ausgestattet. In der Produktion sind selbst die Luftdruckanlagen mit einem Energierückgewinnungssystem für die Warmwasseraufbereitung ausgerüstet. Die Dachflächen sind begrünt, im Bürogebäude werden rund 1.500 Kubikmeter Regenwasser genutzt. Im Frühjahr 2019 geht auf dem Dach des Produktionsgebäudes eine Photovoltaikanlage in Betrieb.