Produktionsvolumen in der Allgemeinen Lufttechnik stieg 2012 auf fast 13 Milliarden Euro
Die Unternehmen auf der Mitgliederversammlung in Berlin hegten zwar insgesamt einen Grundoptimismus für eine stabile weitere Entwicklung der Branche im Jahr 2013. „Wenn die Gewerke übergreifende Zusammenarbeit in der Gebäudetechnik weiter forciert werden kann, bietet dies mittelfristig große Geschäftschancen auf dem deutschen Markt“, sagte Dr. Hugo Blaum, Segment President Refrigeration Technologies der GEA Group AG. Doch für das laufende Jahr 2013 belässt der Fachverband seine Herbst-Prognose unverändert und rechnet mit einem geringen Minus von 2 % (Prognose vom 26. 4. 2013). „Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt unseren Umsatz für 2013 aufgrund kurzer Durchlaufzeiten noch nicht drin“, räumte Michael Nagl, geschäftsführender Gesellschafter der BerlinerLuft. Technik GmbH ein.
Export und Energieeffizienz stützen die Branchenentwicklung
Die Finanz- und Staatsschuldenkrise stellt weiterhin ein erhebliches Konjunkturrisiko auch für die Allgemeine Lufttechnik als Querschnittstechnologie dar. Dies zeigt sich auch im Auftragseingang – einem wichtigen Indikator für die weitere Entwicklung –, der im Jahr 2012 um 8 % sank und auch im ersten Quartal 2013 rückläufig war. Insbesondere erhielt die Branche weniger Aufträge im Inland. Im Ausland ist dagegen noch ein leichter Orderzuwachs zu verbuchen.
Wesentliche Impulse lieferte 2012 das gute Exportgeschäft, das um 2 % auf den Rekordwert von 8,5 Mrd. € zulegte. Jedoch drehte die Entwicklung bei den Ausfuhren im vierten Quartal 2012 ins Minus. Unverändert positiv entwickelten sich die Ausfuhren nach China (als wichtigsten Exportmarkt) aber auch das Geschäft mit Russland und den USA konnte weiter ausgebaut werden. Die Hälfte der deutschen Exporte geht in die Länder der EU. „Wir rechnen damit, dass die Ausfuhren 2013 nur noch in Übersee teilweise Zuwächse verzeichnen können, bei einer schwächeren Nachfrage aus der EU“, sagt Guntram Preuß, VDMA-Konjunkturexperte des FV ALT.
Klimaschutzpolitik prägt Allgemeine Lufttechnik
Immer stärker halten die Themen Klimaschutz sowie Energie- und Ressourceneffizienz Einzug in die Branche und mit neuen Produkten werden zunehmend Lösungen angeboten, denn das Einsparpotenzial in der Lufttechnik ist beträchtlich. So finden Lebenszykluskosten inzwischen bei Kunden und Anwendern deutlich stärkere Beachtung. Dazu tragen auch die Maßnahmen zur Umsetzung der Ökodesignrichtlinie bei. Dies gilt in besonderem Maße für die Gebäudetechnik, die mit einer ganzen Reihe von Projekten für europäische Ökodesign-Verordnungen im Focus der Politik steht. „Unsere Branche hat in den letzten Jahren erheblich in die Entwicklungen der Bereiche Energie- und Ressourceneffizienz sowie Umwelttechnologie investiert. Der Fachverband ergänzt etwa im Bereich der Kältetechnik komponenten- und produktbezogenen Ökodesign-Verordnungen der EU durch dringend notwendige Systemansätze“, stellt Dr. Thomas Schräder, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands in seinem Geschäftsbericht fest. Auch in den nächsten Jahren werde die Branche von der Klimaschutzpolitik geprägt sein.














