Pelletfeuerungen in Bayern sparen eine Million Tonnen Kohlenstoffdioxid ein

Anfang des Jahres ging in Bayern die 150.000ste Pelletfeuerung in Betrieb. Damit beträgt der Anteil bayerischer Anlagen an allen bundesweit betriebenen Pelletöfen 35 Prozent.

Die Pelletheizung Nummer 149.999 in Bayern kommt von HDG: Familie Aigner aus Pleiskirchen (Niederbayern) hat sich bewusst für eine klimaneutrale Pelletheizung entschieden.Rechts im Bild: Heizungsbauer Bernd Haslbauer. (Foto: HDG Bavaria )
Die Pelletheizung Nummer 149.999 in Bayern kommt von HDG: Familie Aigner aus Pleiskirchen (Niederbayern) hat sich bewusst für eine klimaneutrale Pelletheizung entschieden.Rechts im Bild: Heizungsbauer Bernd Haslbauer. (Foto: HDG Bavaria )

Die Pelletfeuerungen im südlichen Bundesland setzen sich aus 56.000 Pelletkaminöfen, 90.000 Pelletheizungen mit einer Leistung von weniger als 50 Kilowatt sowie 4.000 Pelletheizungen mit einer Leistung von mehr als 50 Kilowatt zusammen.

Bundesweiter Spitzenreiter

„Bayern ist beim Bestand der Pelletfeuerungen im Bundesvergleich noch deutlich vorne und hat mit seinen Anlagen 2016 erstmals eine Million Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart. Das ist über ein Prozent der jährlichen Treibhausgasemissionen im Freistaat, was das hohe Potenzial dieser Anlagen zur Umsetzung der Energiewende zeigt“, erläutert Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands (DEPV).

Laut Bentele ist die Tendenz allerdings rückläufig. Der Anteil Bayerns an den 2016 installierten Pelletheizungen und -kaminöfen betrage nur noch 28 Prozent. Die Führung in dieser Statistik konnte man nur knapp vor Baden-Württemberg (24 Prozent) verteidigen, so Bentele.

Nach Einschätzungen des Branchenverbandes existieren mehrere Gründe für die rückläufige Entwicklung. Zum einen seien die niedrigen Preise für fossile Energieträger dafür verantwortlich und zum anderen das nachlassende Interesse des Handwerks, sich mit erneuerbaren Energien am Heizungsmarkt auseinanderzusetzen. In Bayern verschärft eine zusätzliche finanzielle Subvention zur Bundesförderung für den Einbau einer neuen Ölheizung diese Hindernisse.

Anteil moderner Holzenergie am Wärmemarkt wird steigen

Eine Studie von Zukunft Erdgas zeigt, dass der Anteil von Holzenergie am Wärmemarkt bis zum Jahr 2050 deutlich erhöht werden kann. Möglich machen das der bundesweit hohe Anfall von Resthölzern, der daraus resultierende niedrige Preis sowie die hohe Klimarelevanz. Der Anteil moderner Holzenergie werde im Zieljahr bei 11,5 Prozent liegen. Im Vergleich zu heute bedeutet das eine Zunahme von knapp zehn Prozentpunkten.

Printer Friendly, PDF & Email
06.03.2026
Pelletverbände der DACH-Region
Die Pellet-Verbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz fordern ein Umdenken in der Wärmepolitik. Die Nutzung regionaler Energie kann helfen, globale Risiken zu vermeiden.
29.05.2026
Politik
Der DEPV bemängelt im Regierungsentwurf zum GModG weiterhin extreme bürokratische Belastungen für Holzwärme und fordert eine entsprechende Anpassung.
10.02.2026
Politik
Der BSW appelliert an die Bundesregierung, die Potenziale der Solarenergie bei den anstehenden Reformen des GMG und des EEG nicht zu drosseln.
08.04.2026
IFH/Intherm: ÖkoFEN
ÖkoFEN präsentiert einen innovativen Pellet-Großkessel mit integrierter Brennwerttechnik sowie ein einzigartiges Gesamtsystem zur nachhaltigen Energieversorgung.
10.09.2026
Netzwerk gegründet
Um sich für die nachhaltige Nutzung von Holzenergie einzusetzen, haben mehrere europäische Regionen am 9. September in Brüssel das Wood Energy Region Network (WERN) gegründet.
04.06.2026
co2online Heizkostenprognose
Gas- und Ölheizungen verursachen über 20 Jahre bis zu 42.000 Euro Mehrkosten – wegen steigender CO₂-Preise und „Bio-Treppe“. Dies zeigen Berechnungen der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online...