Der Anteil der selbstgenutzten Eigenheime mit Wärmepumpe könnte sich mehr als verdoppeln und damit eine enorme Nachfragewelle auslösen, von der Handwerk und Mittelstand profitieren.
Derzeit heizen laut der Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach 15% der selbstnutzenden Hausbesitzenden in Deutschland mit einer Wärmepumpe. Bis 2029 könnte diese Zahl auf fast 40% steigen. Dass viele von ihnen gerade ihre Pläne in die Tat umsetzen, zeigen aktuelle Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie BDH: Im ersten Halbjahr 2025 wurden erstmals mehr Wärmepumpen verkauft als Gasheizungen.
Milliardenpotenzial für den deutschen Mittelstand
Deutschlandweit wohnen rund 13,5 Mio. Haushalte im eigenen Haus. Wenn sich die Anschaffungspläne aus der Umfrage realisieren, könnten allein in den kommenden Jahren über 3 Mio. zusätzliche Wärmepumpen installiert werden – das bisherige bisherige Spitzenjahr 2023 kommt auf 356.000 verkaufte Anlagen. Für Hersteller und Installateure bedeutet das ein riesiges Umsatzpotenzial.

„Immer mehr Hausbesitzende entscheiden sich aus Überzeugung für eine Wärmepumpe, denn sie wünschen sich Unabhängigkeit von Öl und Gas und sie sehen, dass sich die Investition rechnet", kommentiert Carolin Friedemann, Gründerin und Geschäftsführerin der IKND. "Derzeit sehen wir einen echten Wärmepumpen-Run – ganz ohne Zwang. Um diesen Trend zu verstetigen, braucht es nun Planungssicherheit statt Signale des Rückschritts. Verunsicherung ist Gift für Heizkosten, Mittelstand und Klima.“
Wärmepumpen als Motor für Klimaschutz
Der vor Kurzem bekanntgewordene Klimaschutzbericht 2025 des Bundesumweltministeriums konstatiert erneut, dass der Gebäudesektor zu viele Emissionen verursacht. Ohne eine Senkung der Treibhausgase in diesem Bereich sind die Klimaziele nicht zu schaffen. Sollte sich die Anschaffungspläne für Wärmepumpen der Hausbesitzenden bis 2029 materialisieren, könnten allein diese Haushalte jährlich ein Zehntel der heutigen Emissionen im Gebäudesektor einsparen.
Methodik
Die Umfrage wurde im Herbst 2024 vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt. Befragt wurden 4.089 Hausbesitzende ab 18 Jahren, die im eigenen Haus wohnen. Die Befragung wurde online durchgeführt. Sie ist repräsentativ für die Gesamtheit aller Hausbesitzer in Deutschland, die im eigenen Haus wohnen.
Bei lt. Destatis 17,3 Millionen Haushalten, die in Ein- oder Zweifamilienhäusern leben, und einer Eigentumsquote von 78% entspricht das rund 13,5 Mio. Haushalten.














