Verbindliche Standards für gesunde Raumluft gefordert
Das Themenspektrum des Treffens am 8. und 9. Oktober bei der Walter Bösch GmbH & Co. KG in Lustenau (Vorarlberg) war vielfältig: Es reichte von der Lüftungs- und Energieeffizienz unterschiedlicher Systeme über alarmierende Ergebnisse von CO2-Messungen in Klassenzimmern und wirksamen Lösungen zur Verbesserung der Raumluftqualität bis hin zu Nachhaltigkeitsbewertungen, die für eine realistische Betrachtung den gesamten Lebenszyklus einbeziehen müssen. Weitere Fragestellungen betrafen Marktdaten und deren Analyse, die zunehmende sommerliche Hitze in Schulgebäuden sowie eher ernüchternde Erkenntnisse zu Low-Tech-Lüftungskonzepten in Bürogebäuden.
Zum Abschluss der beiden Tage mit informativen Fachvorträgen und lebhaften Diskussionen betonten die Teilnehmenden einvernehmlich, dass gute Raumluft Voraussetzung für Gesundheit, Lernfähigkeit und Wohlbefinden sei – und weder vom Zufall noch vom Nutzerverhalten abhängen dürfe.
Eine gemeinsame D-A-CH-Resolution fordert, Innenraumluftqualität als verbindlichen Bestandteil von Bauvorschriften und Förderprogrammen festzuschreiben.
Sie endet mit einem eindringlichen Appell: „Alle Menschen sind von schlechter Raumluft betroffen. Saubere Raumluft als grundlegendes Menschenrecht schützt Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Wir rufen daher Regierungen, Organisationen, Bauherren, Investoren und Gemeinschaften auf, gemeinsam das Ziel einer gesunden Innenraumluft für alle zu verfolgen und dauerhaft sicherzustellen.“
Seit 2010 trifft sich die D-A-CH-Gruppe regelmäßig im Herbst zu den Netzwerktreffen, die auf Initiative des Fachverbands Gebäude-Klima e. V. (FGK), der Hochschule Luzern (HSLU) und des Verbands KLA Komfortlüftungssysteme Austria stattfinden. Im kommenden Jahr ist die Hochschule Rosenheim Gastgeber der Veranstaltung.














