Renovierungsdruck steigt: Warum die Energiewende im Bestand entschieden wird
Die Light + Building 2026 hat eines sehr deutlich gezeigt: Die Energiewende entscheidet sich im Gebäudebestand. Rund 85 % der europäischen Gebäude wurden vor 2000 errichtet. Viele verfügen noch über elektrische Anlagen, die für heutige Lasten nicht ausgelegt sind. Entscheidend ist dabei die elektrische Basis: Haupt- und Unterverteilungen müssen Schutz-, Mess- und Kommunikationsfunktionen aufnehmen können, ohne dass komplette Anlagen ersetzt werden müssen. ABB adressiert diesen Engpass mit kompakten, funktionsintegrierten Geräten, die mehrere Aufgaben in einem Modul vereinen und damit wertvolle Teilungseinheiten sparen.
Parallel zur Ertüchtigung des Backbones rückt die smarte Ebene im Raum in den Mittelpunkt. Präsenzmelder, Raumregler, Luftqualitätssensoren und drahtlose Aktoren machen Modernisierungen im Alltag spürbar und steigern Energieeffizienz und Komfort. Plattformen wie KNX oder Busch-free@home® vernetzen diese Funktionen zu durchgängigen Automationslösungen. Gleichzeitig entstehen mit Matter-fähigen Geräten zusätzliche Integrationsmöglichkeiten. Hersteller wie Eve zeigen, wie sich Sensoren, Aktoren und andere Komponenten zunehmend in größere Automations- und Energiemanagementsysteme einbinden lassen. Professionelle Wireless-Systeme mit stabiler Mesh-Architektur haben sich dabei als Schlüsseltechnologie erwiesen. Sie ermöglichen Renovierungen im bewohnten Zustand, ohne Eingriffe in Leitungswege oder Wände. Modernisierungen müssen daher modular, rückbaubar und im laufenden Betrieb realisierbar sein. ABB verfolgt hier einen Ansatz, der Verteilung, Wireless-Steuerung und Energiemanagement schrittweise modernisiert und so Budget- und Bewirtschaftungszyklen berücksichtigt.














