Dem Smart Home gehört die Zukunft – doch in der Gegenwart hat sich zumindest smartes Heizen noch nicht durchgesetzt. Eine repräsentative YouGov-Umfrage zeigt, dass nur 8 % der Deutschen an ihren Heizkörpern smarte Thermostate nutzen. Weitere 16 % planen immerhin die Anschaffung der cleveren Regler, die man auch in der Mietwohnung selbst anbringen kann. Aber mehr als drei Viertel der Deutschen lassen die Heizvorteile liegen: Sie interessieren sich aktuell nicht für die Technologie, die sowohl Heizkosten als auch den CO2-Ausstoß reduzieren kann.
Fragt man Nutzer und Interessenten nach den Motiven für die erfolgte oder geplante Anschaffung von smarten Thermostaten, so erhält die Möglichkeit der Einsparung von Heizkosten mit 85 % die deutlich höchste Zustimmung. Ebenfalls attraktiv ist für mehr als drei Viertel der Komfort bei der Steuerung, der sich durch smarte Thermostate erreichen lässt – und auch die Chance einer besseren Übersicht und Kontrolle erhält mit 70 % einen hohen Zustimmungswert. Erst danach folgt als Motivation die CO2-Reduktion durch den Einsatz smarter Thermostate – ein klimafreundliches Handeln zählt offenbar nicht zu den wichtigsten Gründen einer Anschaffung. Und nur die Hälfte der befragten Nutzer und Interessenten stimmt zu, dass die Vervollständigung ihres Smart Home-Systems für sie ein Entscheidungsfaktor war oder ist.
Bei Männern gibt es mehr Nutzer und Interessenten für die smarten Thermostate (30 %) als bei den Frauen (19 %). Ein deutlicher Unterschied zeigt sich auch in den verschiedenen Altersgruppen: Bei den über 55-jährigen Deutschen ist das Desinteresse an der Technologie mit 82 % besonders hoch, während das Desinteresse bei 18-34-Jährigen nur bei rund 70 % liegt.
Der Anteil von Nutzern und Interessanten an dieser Smart Home-Technologie steigt auch mit der Größe des Haushalts, wie die aktuelle Umfrage zeigt: Während nur 15 % der Befragten eines Single-Haushalts den aktuellen und potenziellen Nutzern zugerechnet werden können, sind es in Haushalten mit über drei Personen mehr als doppelt so viele (33 %).
Wohneigentümer zählen mit 32 % häufiger zur aktuellen oder potenziellen Nutzergruppe als Mieter (18 %) – egal, ob sie ihr Wohneigentum selbst nutzen oder nicht.














